Ärzte Zeitung online, 19.06.2017

Krankenhausmarkt

Berliner Träger gibt eine Klinik im Tiergarten auf

BERLIN. Das Aus für das Franziskus-Krankenhaus im Berliner Bezirk Tiergarten in vier Jahren ist beschlossen. Abteilungen und Mitarbeiter sollen dafür in das St. Joseph-Krankenhaus ziehen.

Die Schließungspläne wurden von dem Träger der beiden Krankenhäuser, dem Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV), bestätigt und waren inzwischen auch Gegenstand einer schriftlichen Anfrage im Abgeordnetenhaus.

Erst im November 2015 hatte der EVV das Franziskus-Krankenhaus mit 200 Betten übernommen, die wirtschaftliche Lage war damals schon schwierig. Durch den Umzug von Teilen der Klinik in das St. Joseph-Krankenhaus in Tempelhof sollen nach Angaben des Trägers möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Den Plänen zufolge soll das St. Joseph-Krankenhaus erweitert werden. Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" ist vorgesehen, die Abteilungen Urologie und Gefäßmedizin nach Tempelhof zu überführen. Das Franziskus-Krankenhaus ist als gefäßmedizinisches Schwerpunkt-Krankenhaus ausgewiesen.

Für den Umzug hat der Verbund eigenen Angaben zufolge Mittel aus dem Strukturfonds beantragt. Am alten Standort in Tiergarten ist geplant, nach der Schließung der Klinik ambulante Behandlungen über ein MVZ anzubieten. (juk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Ärztenetze sollen Arztsitze erwerben können

Die Gesundheitsminister wollen Ärztenetze stärken. Keine Mehrheit auf ihrer Konferenz fand der Vorschlag, die Budgets in der vertragsärztlichen Versorgung abzuschaffen. mehr »

Das Kassenpolster wächst und wächst

Die Kassen der Krankenkassen füllen sich weiter: Im ersten Quartal 2018 steht ein Überschuss von über 400 Millionen Euro zu Buche. Zudem fällt das Jahresergebnis für 2017 viel besser aus als gedacht. mehr »