Ärzte Zeitung online, 26.10.2017

Malaria

Viele Patienten scheuen Reiseimpfung aus Kostengründen

KÖLN. Bei Fernreisen verzichten 21 Prozent der Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf die empfohlenen Impfungen. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag der Allianz Deutschland. Bei den Arbeitnehmern bis 35 Jahren verreisen 30 Prozent ohne Immunisierung.

Als Grund für die Zurückhaltung geben gerade Jüngere die Kosten der Reisempfungen an, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden; deswegen haben 23 Prozent der Arbeitnehmer bis 35 schon mal auf eine Impfung verzichtet.

Eine über den Arbeitgeber abgeschlossene private Zusatzversicherung, die sogenannte betriebliche Krankenversicherung, könnte für Abhilfe sorgen, glaubt die Allianz. (iss)

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[27.10.2017, 23:35:56]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Sorry, was hat "Malaria" mit "Reiseimpfung" zu tun?
Gegen Malaria helfen nur Repellents (z.B. Nobite) auf Haut und Kleidung, imprägnierte Moskitonetze, medikamentöse Prophylaxe und stand-by-Therapie als prä-klinische Vorsorge- und Behandlungsmaßnahmen. Eine praktikable Impfung gibt es derzeit nicht.

Widersprüchlich bleibt, warum impfpräventible Infektionskrankheiten von einigen GKV-Krankenkassen nicht als Reiseimpfungen im Vorfeld per Kostenübernahme verhütet werden sollen, zugleich aber sämtliche ambulant-stationären Folgekosten bei Eintritt der manifesten übertragbaren Erkrankung ("communicable diseases") anstandslos und ohne Rückfragen erstattet werden.

Es fehlt an tragfähigen Kosten-Nutzen-Studien und Aufwand-Ertrags-Rechnungen.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »

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