Ärzte Zeitung online, 18.12.2017

Restrukturierung

Teva will weltweit 14.000 Stellen streichen

JERUSALEM. Teva hat seine kürzlich angekündigten Resturukturierungspläne (wir berichteten) jetzt konkretisiert. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, umfasse die Neuordnung sowohl Produktions- und Entwicklungsstandorte als auch den weltweiten Vertrieb. In den kommenden zwei Jahren würden dort rund 14.000 Stellen wegfallen. Das entspreche 25 Prozent der Konzernbelegschaft. Bis Ende 2019 sollen drei Milliarden Dollar eingespart werden. Im Geschäftsjahr 2018 koste das Programm voraussichtlich mindestens 700 Millionen Dollar. Teva hatte Mitte 2015 die Generikasparte des US-Herstellers Allergan für 40 Milliarden Dollar in bar und eigenen Aktien übernommen und ist seither hoch verschuldet. Der Stellenabbau solle "respektvoll" über die Bühne gehen, so Konzernchef Kare Schultz in einem Brief an die Mitarbeiter.

Zu spüren bekommen die Kostenbremse jedoch nicht allein die Mitarbeiter. Ab sofort würden auch Dividendenzahlungen auf Aktien und Aktienzertifikate eingestellt. Die Abgabe nicht zum Kerngeschäft zählender Aktivitäten werde ohnehin laufend überprüft. Eine langfristige Unternehmensstrategie werde im Jahresverlauf 2018 vorgestellt.

Zudem sollen Ressourcen stärker auf generische und innovative Wachstumsfelder konzentriert werden. Für das kommende Jahr etwa rechne man mit der Einführung des CGRP-Antikörpers Fremanezumab (Migräneprophylaxe) und weiteren Markterfolgen mit Deutetrabenazin (Austedo®), das in den USA bereits gegen Chorea Huntington und tardive Dyskinesien zugelassen wurde. (cw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11495)
Organisationen
Allergan (70)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Sport nach Infarkt kann Leben retten

Wer nach einem Herzinfarkt sportlich aktiv wird oder bleibt, sorgt dafür, dass seine Überlebenschance sich deutlich erhöht, so eine Studie frisch von der EuroPrevent 2018. mehr »

Diese Keime machen Kliniken zu schaffen

Krankenhauspatienten haben einer Umfrage zufolge die größte Sorge, mit einem multiresistenten Keim infiziert zu werden. Häufig eine mediale Dramatisierung, findet ein Hygieneexperte. Einige Erreger bereiten Medizinern aber Kopfzerbrechen. mehr »

Cannabis – das heiße Eisen in der Praxis

Cannabis auf Kassenkosten, da herrscht auch nach einem Jahr noch keine Routine in deutschen Arztpraxen: Verunsicherte Politiker, gespaltene Ärzteschaft und klagende Patienten. Ein Überblick über den Status Quo. mehr »