Ärzte Zeitung online, 17.10.2018

Unternehmen

Merck verspricht Wachstum

2018 rechnet Merck mit einem Umsatzrückgang. Doch schon 2019 soll sich das Blatt wieder wenden.

DARMSTADT. Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA erwartet mittelfristig eine Phase deutlichen Wachstums. 2018 sei ein Jahr des Übergangs, heißt es, von 2019 bis 2022 sollen Umsatz und operativer Gewinn dann insbesondere in den Sparten Pharma und Life Science (Laborgeschäft) wieder kräftiger zulegen.

Für das dritte Konzernbein, die Sparte Performance Materials (Flüssigkristalle) wird erst wieder nach 2019 mit einer Rückkehr zu leichtem Erlöswachstum gerechnet. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende des Traditionsunternehmens, Stefan Oschmann, bei einem Analystenmeeting am Mittwoch in Darmstadt.

Prägend für das Pharmageschäft werden mittelfristig Markterfolg und weitere Zulassungen der Hoffnungsträger Mavenclad® (Cladribin-Tabletten gegen MS) und Bavencio® (Avelumab, PD-L1-Antikörper zur Krebsimmuntherapie). Dieses Jahr werden beide Produkte zusammen erst rund 120 Millionen Euro erlösen, schätzt Oschmann. In vier Jahren (2022) lautet die Prognose auf einen gemeinsamen Umsatz in der Größenordnung um zwei Milliarden Euro.

Für Mavencald® ist der Zulassungsantrag in den USA noch anhängig. Auch für den Checkpointinhibitor Avelumab stehen wichtige Indikationserweiterungen auf dem Programm, etwa zur Behandlung fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms. Bereits zugelassen ist der Antikörper, den Merck in Allianz mit Pfizer entwickelt hat, gegen fortgeschrittenes Urothelkarzinom (in den USA) sowie metastasiertes Merkelzellkarzinom (in der EU). Insgesamt laufen der Präsentation Oschmanns zufolge acht Phase-III-Projekte mit Avelumab gegen verschiedene Tumoren.

Unter den noch jüngeren Pipelinekandidaten wird Evobrutinib hervorgehoben, derzeit in Phase II. Merck prüft den Brutontyrosinkinasehemmer gleich in mehreren Indikationen: schubförmige MS, rheumatoide Arthritis sowie Lupus erythematodes. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Pneumologen kritisieren Grenzwerte für Fahrverbote

16.30 hMehr als hundert Lungenspezialisten bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide (NOx). mehr »

Alle vier Stunden ein Arzt weniger

Die Produktivität in der ambulanten Versorgung sinkt, warnt die KBV und macht darauf mit einer "Arztzeituhr" in ihrem Gebäude aufmerksam. Der Trend habe mehrere Gründe. mehr »

Lebensmittelallergie kommt oft mit dem Alter

Viele glauben, sie haben eine Nahrungsmittelallergie – dabei ist das oft falsch, so Forscher. Und wer eine hat, bekommt sie häufig erst als Erwachsener. mehr »