Ärzte Zeitung online, 06.02.2018

Masern

Brandenburg – Fast ein Musterland bei Durchimpfung

POTSDAM. Brandenburg ist bei der Maserneliminierung auf einem guten Weg. Das stellt das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) im aktuellen Brandenburgischen Ärzteblatt dar. Die von der WHO bis 2020 flächendeckend angestrebte Durchimpfungsquote von mindestens 95 Prozent ist bei den Schulanfängern in Brandenburg bereits seit 2012 erreicht. Auch 2016 lag sie mit 95,2 Prozent leicht darüber.

Bei der Grundimmunisierung von Säuglingen liegt Brandenburg im bundesweiten Vergleich zwar über dem Durchschnitt von 89,5 Prozent. Das Ziel, das 95 Prozent der 15 Monate alten Babys die erste Impfdosis erhalten sollten, erreicht jedoch auch das Flächenland mit einer Impfquote von 91,4 Prozent nicht.

Dennoch sind die Masernerkrankungen in Brandenburg in den vergangenen drei Jahren deutlich zurückgegangen. Waren 2015 noch 101 Fälle gemeldet, so waren es 2017 nur noch sieben.

Das LAVG sieht darin aber keinen Grund, "im Bemühen um einen verbesserten Impfschutz nachzulassen". Es verweist auf die räumliche Nähe zu Berlin. Dort gab es 2017 wieder viele Masernerkrankungen. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »