Ärzte Zeitung online, 08.05.2019

Brandenburg

Palliativangebot für Kinder in Planung

Bündnis schafft weiteres Angebot für ambulante pädiatrische Palliativversorgung in Cottbus.

COTTBUS. In Cottbus soll ein palliativmedizinisches Versorgungsangebot für Kinder entstehen. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Carl-Thiem-Klinikums, das Kinderhaus Pusteblume und der ambulante Kinderhospizdienst Pusteblume der Johanniter-Unfall-Hilfe wollen die Kinderpalliativmedizin gemeinsam einrichten. Geplant ist auch der Aufbau einer spezialisierten ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung (SAPPV).

Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) zeigte sich über die Pläne sehr erfreut. „Schwerstkranke Kinder brauchen besondere Pflege und Betreuung, um die verbleibende Lebenszeit würdevoll und weitgehend ohne Schmerzen in einer familiären Umgebung verbringen zu können. Es ist eine gute Nachricht, dass dieses wichtige Angebot in Brandenburg ausgebaut wird.“

Auf bis zu 50.000 beziffert das brandenburgische Gesundheitsministerium die Zahl der tödlich erkrankten Kinder und Jugendlichen in Deutschland.

Brandenburg verfügt nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums über vergleichsweise gute Strukturen in der Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene, sowohl ambulant als auch stationär. Zwölf Palliativ-Care-Teams leisten laut Ministerium eine nahezu flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Elf stationäre Hospize bieten insgesamt 125 vollstationäre Plätze und vier Tageshospizplätze. Zusätzlich betreuen 24 ambulante Hospizdienste schwerstkranke Patienten zu Hause.

Die Palliativversorgung für Kinder sieht jedoch ganz anders aus. Das bislang einzige SAPPV-Angebot in Brandenburg besteht derzeit in Frankfurt (Oder). Ein stationäres Kinderhospiz gibt es in ganz Brandenburg nicht. Für die ambulante Beratung und Betreuung von Familien, die für ihr Kind eine unheilbare Diagnose erhalten haben, stehen landesweit fünf Kinder- und Jugendhospizdienste zur Verfügung. (ami)

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