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Brustkrebs: Wann ist eine Axilladissektion erforderlich?

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Als häufigster Krebs bei Frauen nimmt das Mammakarzinom beim DKK 2012 eine herausgehobene Stellung ein. Zwei Fragen, die am Samstag im Plenum diskutiert werden: Wann ist eine Axilladissektion nötig? Welche Zusatzinformation liefern Genexpressionsanalysen?

Für Aufmerksamkeit gesorgt hat im Zusammenhang mit der Diskus sion um den Stellenwert der Axilladissektion die Z0011-Studie, die gezeigt hat, dass die Axilladissektion bei Patientinnen mit cT1/2 und cN0-Mammakarzinomen bei bis zu zwei positiven Sentinellymphknoten hinsichtlich des rezidivfreien Gesamtüberlebens keinen Zusatznutzen bringt.

"Die Studie hat aber methodische Mängel, sodass die Axilladissektion nach wie vor als Standard angesehen werden muss", betont Professor Diethelm Wallwiener von der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen, einer der Chairmen der Plenarsession.

Kontroverse Diskussionen könnte es auch um die Frage geben, inwieweit Therapieentscheidungen auf Basis von schon im Markt eingeführten Genexpressionsanalysen einen klinischen Nutzen bringen.

So versucht die MINDACT-Studie zu klären, ob Frauen auf Basis einer Gensignaturanalyse eine Chemotherapie erspart werden kann. Endgültig geklärt ist das nicht: "Patientinnen in entsprechende klinische Studien einzuschließen ist essentiell", so Wallwiener. (gvg)

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