Direkt zum Inhaltsbereich

BDI-Chef Spies

Internisten sind für die Zukunft gerüstet

Auch für Internisten gilt: Einigkeit macht stark. Ein eindringlicher Appell von BDI-Chef Dr. Hans-Friedrich Spies beim Internistenkongress 2017.

Von Dr. Hans-Friedrich Spies Veröffentlicht:

Die Innere Medizin (ist )unverändert ein bedrohtes Fach. Internisten gibt es mit und ohne Schwerpunkt. Internisten arbeiten in der hausärztlichen Versorgung und werden dort übrigens immer wichtiger. Die Internisten sind als Fachärzte in Klinik und Praxis tätig, gleichgültig, ob Spezialist oder Generalist. Internisten sind eben allgegenwärtig. Um es einfacher auszudrücken, sie werden überall gebraucht. Dies macht sie so wichtig für die gesamte Patientenversorgung in Deutschland, aber auch immer wieder anfällig für Spaltungstendenzen, die dieses Fach elementar bedrohen können.

Besonders die Finanzierung und die damit verbundene Budgetierung unseres Gesundheitswesens in Klinik und Praxis führt zwangsläufig zu Verteilungskämpfen mit einer hohen innerverbandlichen Sprengkraft. Dabei geht es nicht nur um das Honorar, sondern auch um den Zuschnitt von Krankenhausabteilungen. Dem Zusammenhalt unseres Faches ist dies alles andere als zuträglich.

Nur die gemeinsame Identifikation über das Fach Innere Medizin hält sowohl die Fachgesellschaft als auch den Berufsverband zusammen. Diese Erkenntnis hat sich zunehmend durchgesetzt. Besonders die Schwerpunkte haben erkannt, dass man unter dem Dach der Inneren Medizin auf allen Ebenen erfolgreicher arbeiten kann. Einigkeit macht in diesem Falle tatsächlich stark.

Somit lassen sich die Internisten nicht mehr so einfach wie früher auseinanderdividieren. Dies gilt umso mehr für die Fachgesellschaft DGIM und für den Berufsverband BDI. Unter der Präsidentschaft von Frau Professor Petra-Maria Schumm-Draeger sind die beiden Verbände enger zusammengerückt. Berufsverband und Fachgesellschaft ergänzen sich ohnehin gegenseitig und werden sich in Zukunft bei den gemeinsamen Schnittmengen mehr verständigen und abstimmen als seither.

Als vorbildhaft muss das gemeinsame Vorgehen bei der Reform der Musterweiterbildungsordnung erwähnt werden. (...) Bei dem Thema Weiterbildung wird die Innere Medizin auch ihre Abgrenzung zum Beispiel zu den operativen Fächern regeln müssen. Die invasiven Verfahren, vor allem bei den Gastroenterologen und nicht zu vergessen, den Kardiologen und Angiologen konkurrieren zunehmend mit den Methoden unserer chirurgischen Kolleginnen und Kollegen. Hier müssen wir im Interesse der kollegialen Zusammenarbeit wieder zu einem Konsens kommen, auch dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Fach- und Berufsverband. (...)

Die Internisten sind politisch und fachlich auf die kommenden Herausforderungen, so glaube ich, gut gerüstet.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Medibiom

© Medibiom

MEDICE

MEDIBIOM – Darmgesundheit neu gedacht!

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Springer Medizin Gala

Preisträger des Springer Medizin Charity Awards feierlich gekürt

Lesetipps
Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026 in der Kategorie Specialist Care:

© Marc-Steffen Unger

Fortgeschrittenes kleinzelliges Lungenkarzinom

Galenus-Preis 2026: Imdylltra® gewinnt in der Kategorie Specialist Care