BDI-Chef Spies

Internisten sind für die Zukunft gerüstet

Auch für Internisten gilt: Einigkeit macht stark. Ein eindringlicher Appell von BDI-Chef Dr. Hans-Friedrich Spies beim Internistenkongress 2017.

Von Dr. Hans-Friedrich Spies Veröffentlicht: 01.05.2017, 11:02 Uhr

Die Innere Medizin (ist )unverändert ein bedrohtes Fach. Internisten gibt es mit und ohne Schwerpunkt. Internisten arbeiten in der hausärztlichen Versorgung und werden dort übrigens immer wichtiger. Die Internisten sind als Fachärzte in Klinik und Praxis tätig, gleichgültig, ob Spezialist oder Generalist. Internisten sind eben allgegenwärtig. Um es einfacher auszudrücken, sie werden überall gebraucht. Dies macht sie so wichtig für die gesamte Patientenversorgung in Deutschland, aber auch immer wieder anfällig für Spaltungstendenzen, die dieses Fach elementar bedrohen können.

Besonders die Finanzierung und die damit verbundene Budgetierung unseres Gesundheitswesens in Klinik und Praxis führt zwangsläufig zu Verteilungskämpfen mit einer hohen innerverbandlichen Sprengkraft. Dabei geht es nicht nur um das Honorar, sondern auch um den Zuschnitt von Krankenhausabteilungen. Dem Zusammenhalt unseres Faches ist dies alles andere als zuträglich.

Nur die gemeinsame Identifikation über das Fach Innere Medizin hält sowohl die Fachgesellschaft als auch den Berufsverband zusammen. Diese Erkenntnis hat sich zunehmend durchgesetzt. Besonders die Schwerpunkte haben erkannt, dass man unter dem Dach der Inneren Medizin auf allen Ebenen erfolgreicher arbeiten kann. Einigkeit macht in diesem Falle tatsächlich stark.

Somit lassen sich die Internisten nicht mehr so einfach wie früher auseinanderdividieren. Dies gilt umso mehr für die Fachgesellschaft DGIM und für den Berufsverband BDI. Unter der Präsidentschaft von Frau Professor Petra-Maria Schumm-Draeger sind die beiden Verbände enger zusammengerückt. Berufsverband und Fachgesellschaft ergänzen sich ohnehin gegenseitig und werden sich in Zukunft bei den gemeinsamen Schnittmengen mehr verständigen und abstimmen als seither.

Als vorbildhaft muss das gemeinsame Vorgehen bei der Reform der Musterweiterbildungsordnung erwähnt werden. (...) Bei dem Thema Weiterbildung wird die Innere Medizin auch ihre Abgrenzung zum Beispiel zu den operativen Fächern regeln müssen. Die invasiven Verfahren, vor allem bei den Gastroenterologen und nicht zu vergessen, den Kardiologen und Angiologen konkurrieren zunehmend mit den Methoden unserer chirurgischen Kolleginnen und Kollegen. Hier müssen wir im Interesse der kollegialen Zusammenarbeit wieder zu einem Konsens kommen, auch dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Fach- und Berufsverband. (...)

Die Internisten sind politisch und fachlich auf die kommenden Herausforderungen, so glaube ich, gut gerüstet.

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