medica

Mobil und vernetzt - das ist die Zukunft der Medizin

Veröffentlicht: 18.11.2011, 07:59 Uhr

Immer kleiner die Geräte, immer mobiler die Anwendungen, immer stärker vernetzt die Patienten, Ärzte und Krankenhäuser - so sieht die Medizin von morgen aus. Bei der Medica zeigt sich, dass der Zug in diese Richtung Fahrt aufnimmt. Immer mehr Anbieter springen auf.

DÜSSELDORF (ger). Wer durch die Messehallen der Medica in Düsseldorf geht, sieht immer mehr Unternehmen, die ihre Angebote mit mobilen Applikationen, den Apps, anreichern - und das nicht nur in der IT-Halle 15.

Das zieht auch umfangreiche Änderungen des Arbeitsalltags für Ärzte in Klinik und Praxis nach sich.

Tablet-PC, die online mit dem Klinik- oder Praxissystem vernetzt sind, ermöglichen den Zugriff auf alle Informationen zum Patienten direkt am Krankenbett, ob bei der "mobilen Visite" in der Klinik oder beim Besuch des Allgemeinarztes beim Patienten zu Hause.

Anwendungen für alle Smartphones und Tablets

Bei der Medica zeigt sich, dass es über die Apps mit dem iPad und dem iPhone von Apple hinaus auch Anwendungen für Tablet-PC und Smartphones anderer Hersteller gibt, zum Beispiel auf Android oder über andere Plattformen.

Spektakuläre Anwendungen, die bei der Messe viel Aufmerksamkeit hervorrufen, sind etwa die Möglichkeit, mit einem Aufsatz am iPhone Hautveränderungen mit dem Mikroskop aufzunehmen und online an einen Experten für eine Zweitmeinung zu schicken.

Fotofinder präsentiert diese Lösung bei der Medica (Halle 10/B44). Die Deutsche Telekom bietet in Zusammenarbeit mit Medisana einen Aufsatz fürs iPhone an, mit dem Patienten Blutzuckerdaten direkt an eine Online-Plattform übertragen können (Halle 15/G44).

"Das Thema Vernetzung wird von Ärzten mittlerweile verlangt, der Bedarf ist einfach da", sagte Dr. Axel Wehmeier, Leiter des Konzerngeschäftsfelds Gesundheitswesen der Deutschen Telekom, bei einer Pressekonferenz des Unternehmens.

Er prognostizierte, dass es "ein sicheres Branchennetz für die Online-Kommunikation im Gesundheitswesen in zwei bis drei Jahren" geben werde - ob mit der elektronischen Gesundheitskarte oder ohne sie.

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