Hauptstadtkongress

"Nach dem Motto: Einigkeit und Recht und Pflege"

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Schenkt man den Berufsvertretern der Pflege Glauben, dann geht es der Basis ziemlich schlecht. "Notstand" statt "Aufbruch", wenig gesellschaftliche Anerkennung trotz hohem Einsatz für kranke und alte Menschen, Vergütung "wie an einer Currybude" und ein Gesundheitsminister, der sich nur um die Ärzte kümmert, weil er ja auch "einer von denen ist".

Fragt man die Berufsvertreter der Pflege, was hilft, dann führen sie zumeist die Pflegekammer als Lösungsweg an.

Erblicke die das Licht der Welt in allen 16 Bundesländern, dann könnte die Pflege ihre Anliegen besser vertreten und auf Augenhöhe mit Kliniken, Ärzten und auch Politikern agieren.

Es gibt aber auch Leute, die sehen die Pflegeberufsverbände mit der Forderung nach einer Pflegekammer auf dem Holzweg. Zu diesen Leuten gehört Professor Heinz Lohmann, Klinikberater aus Hamburg und Leiter des Kongresses "Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation" beim Hauptstadtkongress.

"Eine Kammer ist von gestern", sagt Lohmann. "Wenn Pflege wirklich Erfolg haben will, dann muss sie sich hinter die Patienten klemmen." Denn die, sagt Lohmann, würden an Bedeutung gewinnen. "Nur dieser Weg führt zum Erfolg." Nationale Pflegegipfel und Kammerkampagnen führten in die Irre. "Das kommt einem so abwegig vor wie die Forderung, die Pflege gehöre in die Nationalhymne. Nach dem Motto: Einigkeit und Recht und Pflege." (hom)

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