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1,5 Millionen Beschäftigte erhalten kostenlose Stuhltests

FRANKFURT AM MAIN (ner). "Hören Sie nicht auf Ihren Bauch!", ist das Motto der diesjährigen Medienkampagne "Deutschland gegen den Darmkrebs" im Monat März. Damit versuchen die Initiatoren verstärkt, Risikopatienten zu erreichen.

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Derzeit laufen auf privaten Fernsehkanälen Spots mit Prominenten wie Schauspieler Sky Dumont, Moderatorin Barbara Schöneberger oder Boxer Wladimir Klitschko, die sich mit ihrem Alter Ego in Form eine Handpuppe unterhalten.

Die Handpuppe symbolisiere die "innere Stimme" vieler Menschen und ihre Einstellung, nicht zur Darmkrebs-Vorsorge zu gehen, weil es ihnen ja gut gehe, hat in Frankfurt am Main Bettina Müller von der Felix-Burda-Stiftung berichtet. Die Stiftung zählt zu den Initiatoren des bereits zum fünften Mal laufenden Aktionsmonats. Gleichzeitig erscheinen ganzseitige Anzeigen in Printmedien.

In einem Projekt mit 30 Groß- und 10 000 mittelständischen Unternehmen erhalten, wie bereits kurz berichtet, in Zusammenarbeit mit dem Verein Betriebskrankenkassen im Unternehmen und dem TÜV Süd 1,5 Millionen Beschäftigte kostenlose Hämoccult®-Teste. Außerdem startet nach Angaben von Müller derzeit ein Modellprojekt der Techniker Krankenkasse.

Dabei werden Bürger mit positivem Koloskopie-Befund oder bereits an Darmkrebs operierte Patienten aufgefordert, ihre Angehörigen über ihr möglicherweise erhöhtes Darmkrebs-Risiko zu unterrichten. In den Informationsmaterialien werde den Betroffenen mitgeteilt, daß es eine erbliche Disposition für Darmkrebs gibt, daß Familienangehörige betroffen sein könnten und was diese tun sollten, sagte Müller. Zugleich werde eine individuelle Beratung angeboten.

66 000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich neu an Darmkrebs. Man geht davon aus, daß bis zu 30 Prozent davon eine familiäre Disposition für die Krankheit haben. Ärzte werden daher aufgefordert, ihre Patienten häufiger zu fragen, ob es Fälle von Darmkrebs in der Familie gibt (wir berichteten).

Erfahrungsgemäß seien deren Angehörige am besten zur Vorsorge zu motivieren, sagte Müller. Alle Krankenkassen würden in diesen Fällen altersunabhängig stets die Untersuchungskosten übernehmen.

Weitere Infos: www.darmkrebs.de, www.darmkrebsmonat.de

Lesen Sie dazu auch: Online-Liste mit etwa 2500 Ärzten, die koloskopieren

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