Rekordtemperaturen

1500 Todesfälle bei Hitzewellen in Frankreich

Vorsichtsmaßnahmen in Frankreich haben bei der extremen Hitze 2019 Schlimmeres verhindert.

Veröffentlicht: 09.09.2019, 12:27 Uhr
1500 Todesfälle bei Hitzewellen in Frankreich

Geschafft: Die Hitzewellen in Frankreich in diesem Sommer mit Rekordtemperaturen hat vor allem alten Menschen gesundheitlich zugesetzt.

© Felix Mizioznikov / Fotolia

PARIS. In Frankreich sind im Zusammenhang mit den Hitzewellen im Juni und Juli knapp 1500 Menschen gestorben. In gut der Hälfte der Fälle seien die Personen älter als 75 Jahre gewesen, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntag dem Nachrichtensender Franceinfo. Rund zehn Menschen seien infolge der Hitze bei der Arbeit ums Leben gekommen, so Buzyn. Auch Kinder waren betroffen.

Nach den Angaben gab es 567 Todesfälle während der ersten Hitzeperiode vom 24. Juni bis 7. Juli und weitere 868 vom 21. bis 27. Juli. Die Todeszahlen liegen damit aber weit unter der des Hitzesommers 2003, in dem nach Angaben des Senders rund 15.000 Menschen im Zusammenhang mit den heißen Temperaturen ums Leben kamen.

Ende Juni war mit 46 °C der Temperaturrekord für ganz Frankreich gebrochen worden. Der Spitzenwert wurde im südfranzösischen Ort Vérargues im Département Hérault am 28. Juni gemessen. In mehreren Orten im Süden wurde zudem die 45-Grad-Marke geknackt. In Paris wurde im Juli eine Rekordtemperatur von 42.6 °C gemessen.

Seit dem Hitzesommer 2003 hat die französische Regierung Alarmpläne ausgearbeitet und spezifische Vorsichtsmaßnahmen erlassen. Während der Hitzeperioden gab es dieses Jahr mehreren Regionen mit Alarmstufe „rot“. Schulen wurden in dieser Zeit geschlossen und öffentliche Veranstaltungen abgesagt.

Öffentliche Parks und Schwimmbäder blieben zudem in dieser Zeit offen, damit sich Menschen dort abkühlen konnten. Die Behörden organisierten Notfall-Telefonnummern und richteten klimatisierte „Abkühl-Räume“ in öffentlichen Gebäuden ein. In der Pariser Metro wurde zudem in Durchsagen daran erinnert, ausreichend Wasser zu trinken und besonders auf Senioren und Kinder zu achten.

Von den beiden Hitzewellen war auch Deutschland mit Rekordtemperaturen betroffen. Zahlen über dadurch verursachte Todesfälle bei uns gibt es bisher nicht. (dpa/eis)

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