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1,8 Millionen Patienten sterben an Tuberkulose

BERLIN (sun). Die Zahl der Tuberkulose-Patienten in Deutschland ist rückläufig - doch in Osteuropa und Südafrika ist die Lage nach Einschätzung des Robert Koch-Institut (RKI) alarmierend.

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Ein Makrophage (grün) macht sich über Tuberkulosebakterien (orange) her. © Volker Brinkmann / Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Ein Makrophage (grün) macht sich über Tuberkulosebakterien (orange) her. © Volker Brinkmann / Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

© Volker Brinkmann / Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 4543 Tuberkulosen registriert, 455 weniger Fälle als im Vorjahr, teilte das RKI anlässlich des Welttuberkulose-Tags am 24. März mit. "Dieser Abwärtstrend kann nur durch ständige Aufmerksamkeit und verbesserte Tuberkulosekontrollen aufrecht erhalten werden", sagte Professor Reinhard Burger, Vizepräsident des RKI.

Weltweit gab es 2008 insgesamt 9,4 Millionen Neuerkrankungen (im Vorjahr 9,27 Millionen), 1,8 Millionen Menschen starben an Tuberkulose. Die Diagnose sei ein zentrales Problem bei der weltweiten Bekämpfung der Tuberkulose, betonte Dr. Sabine Rüsch-Gerdes, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für Mykobakterien. Häufig dauerten die mikroskopischen Verfahren zu lange, um resistente Erreger schnell genug zu erkennen. Hier müssten schnellere Verfahren eingesetzt werden.

"Weltweit ist die Zahl der Infektionen dramatisch", sagte Professor Robert Loddenkemper vom Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung von Tuberkulose. Besonders die Ausbreitung resistenter Tuberkuloseerreger und das zunehmende Auftreten von HIV-Tuberkulose-Koinfektionen in Osteuropa und dem südlichen Afrika seien besorgniserregend.

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