Rückgang durch Corona?

2020 wurden weniger HIV-Neudiagnosen gemeldet

In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres sind weniger HIV-Neudiagnosen an das RKI gemeldet worden als im Vorjahr. Daran hat vermutlich auch die COVID-19-Pandemie einen Anteil.

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Berlin. Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden für das Jahr 2019 insgesamt 3111 und bis zum 1. Juni 2021 für das Jahr 2020 insgesamt 2454 gesicherte HIV-Neudiagnosen gemeldet. Das geht aus dem aktuellen Epidemiologischen Bulletin hervor (31/2021).

Dem RKI zufolge entspricht dies einer Zunahme um acht Prozent von 2018 auf 2019 und einem Rückgang um 21 Prozent von 2019 auf 2020. Das RKI weist darauf hin, dass wahrscheinlich die COVID-19-Pandemie durch verschiedene Faktoren zum Rückgang der HIV-Neudiagnosen im Jahr 2020 beigetragen hat.

Außerdem ist bei diesen Zahlen Folgendes zu berücksichtigen: Sie unterscheiden sich von den jährlich vom RKI geschätzten Neuinfektions- und Diagnosezahlen. Zum Einen beinhalten die aktuellen Zahlen Diagnosen, bei denen unklar ist, ob es sich um Erstdiagnosen oder bereits früher berichtete Diagnosen handelt.

Zum Anderen werden in der jährlichen Schätzung zusätzlich Daten zur vermuteten Dunkelziffer sowie zur wahrscheinlichen Verteilung im Hinblick auf Übertragungswege simuliert beziehungsweise errechnet. (mmr)

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