27 Verletzte durch vier Bombenanschläge in der Türkei

ISTANBUL (dpa). Nach der Serie von vier Bombenanschlägen in der Türkei werden noch drei britische Touristen auf der Intensivstation eines Krankenhauses im Urlaubsort Marmaris behandelt. Das berichtete der Nachrichtensender CNN-Türk gestern nach Angaben der britischen Botschaft in Ankara.

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Bei drei Bombenexplosionen im türkischen Urlaubsort Marmaris wurden in der Nacht zum Montag insgesamt 21 Menschen verletzt. Außer elf Türken erlitten zehn britische Touristen Verletzungen. Die erste Explosion ereignete sich gegen Mitternacht in einem Kleinbus, in dem Urlauber aus Großbritannien saßen.

Der Sprengsatz war unter einem Sitz versteckt und während der Fahrt explodiert, wie der türkische Nachrichtensender NTV berichtete. Dem ersten Anschlag folgten innerhalb einer Stunde zwei weitere Explosionen. Durch einen dieser Sprengsätze, die in Abfallbehältern deponiert waren, wurden laut NTV sechs türkische Passanten verletzt.

Zu einer weiteren Explosion kam es am Sonntagabend im Istanbuler Außenbezirk Bagcilar. Dort wurden sechs Menschen verletzt, als eine Paketbombe explodierte.

Eindeutige Hinweise auf die Bombenleger gab es zunächst nicht. Im Juli 2005 waren bei einer Explosion in einem Kleinbus im Urlaubsort Kusadasi eine britische und eine irische Urlauberin sowie drei weitere Insassen getötet worden. Dazu hatte sich die Extremistengruppe "Freiheitsfalken Kurdistans" bekannt, eine Splittergruppe der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Die PKK, die erst vor zwei Jahren eine mehrjährige Waffenruhe für beendet erklärt hatte, kämpft seit mehr als 20 Jahren mit Gewalt für mehr politische Rechte der Kurden in der Türkei.

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