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Meningoenzephalitis

29-Jähriger stirbt an Amöben-Infektion

Naegleria fowleri ist eine in den USA häufig vorkommende Amöbenart, die Hirngewebe zersetzt.

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WACO. Ein 29-jähriger US-Amerikaner ist an den Folgen einer Infektion mit der Amöbenart Naegleria fowleri gestorben. Das meldet die New York Times. Genau wie zwei Jahre zuvor die 18-jährige Lauren Seitz hat sich auch der vor einigen Tagen verstorbene Fabrizio Stabile aus Ventnor im Bundesstaat New Jersey vermutlich bei einem Besuch in einem Wassersportpark infiziert.

Damit ist die Infektion der erste bestätigte Fall von Primärer Amöben-Meningoenzephalitis (PAM) seit dem Fall Seitz 2016, meldeten die US-amerikanischen Centres for Disease Control (CDC). Stabile sei mit starken Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er fünf Tage später starb. Eine Liquorprobe habe eine PAM als Folge der Infektion mit Naegleria fowleri ergeben.

Die Amöbenart ist ein Einzeller und kommt in den USA und Australien häufig vor, in den Sommermonaten ist sie vor allem in Süßwasserseen in den Südstaaten zu finden. Gelangt Naegleria fowleri mit dem Wasser zur Nasenschleimhaut, wandert die Amöbe entlang des Riechnervs ins Hirn und zersetzt innerhalb von wenigen Tagen das Hirngewebe. Die Symptome beinhalten hohes Fieber, Übelkeit, häufiges Erbrechen, Kopfschmerzen sowie die für eine Meningitis typische Nackensteifigkeit.

Eine Infektion mit der Amöbe ist sehr selten, die Sterblichkeit liegt jedoch sehr hoch, bei über 97 Prozent. In Deutschland besteht kein Grund zur Beunruhigung, bestätigt Professor Tomas Jelinek, Medizinischer Direktor des Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin, der "Ärzte Zeitung".

"Soweit wir wissen, spielt Naegleria fowleri in Deutschland keine Rolle." Es habe in Deutschland bisher keine Infektion gegeben und der letzte Fall in Europa liege bereits 40 Jahre zurück, als ein junges Mädchen in Bath, Großbritannien, an einer Infektion mit Naegleria fowleri starb. (mmr)

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