Bilanz zum Jubiläum

36 Krankenhäuser bieten bundesweit Soforthilfe nach Vergewaltigung

Die Initiative „Medizinische Soforthilfe nach der Vergewaltigung“ hat zum zehnjährigen Bestehen eine positive Bilanz gezogen. Bislang konnten 1.100 Frauen medizinisch versorgt werden – schnell und unbürokratisch.

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Frankfurt/Main. Zehn Jahre nach der Gründung hat die Initiative „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ eine positive Bilanz gezogen. Was 2013 als Modellprojekt in Frankfurt gestartet war, gibt es inzwischen in 36 Krankenhäusern bundesweit. Wie die Organisatoren anlässlich des Jubiläums berichteten, wurden in diesen zehn Jahren mehr als 1.100 Frauen medizinisch versorgt.

„Nach einer Vergewaltigung brauchen betroffene Frauen und Mädchen einen schnellen und unbürokratischen Zugang zur medizinischen Versorgung – ohne dass dabei eine Anzeige bei der Polizei erfolgen muss“, erläuterte Angela Wagner von der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt den Grundgedanken der Initiative.

Standards zur rechtssicheren Spurensicherung

Vor der Gründung wurden mit Ärzten, Rechtsmedizinern, Polizei und Justiz Standards und Vorgehensweisen erarbeitet. Ziel ist es, betroffenen Frauen „eine rechtssichere Spurensicherung im Krankenhaus“ anzubieten. „Damit ergeben sich in der Regel bessere Chancen bei einer späteren Anzeige“, so Wagner.

Die Zahl der Frauen, die das Angebot nutzen, wächst. Allein in Frankfurt sind acht Krankenhäuser dabei – in ihnen haben sich 2022 nach Angaben der Initiative 72 Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung vertraulich versorgen lassen. 2021 waren es 55 Betroffene gewesen. (dpa)

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