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AT-II-Blocker schützt Niere und senkt Infarktrate

MANNHEIM (hae). Die Progression von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt sich stets auch in der schlechter werdenden Nierenfunktion. Einige renale Parameter sind aber nicht nur Surrogatmarker. Werden sie durch Hemmung des Renin- Angiotensin-Systems (RAS) positiv beeinflußt, bessert sich auch die kardiovaskuläre Prognose.

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Mit der Albuminsekretion, der geschätzten glomulerulären Filtrationsrate (eGFR) sowie der Endothelfunktion stünden drei einfache, aussagekräftige Meßgrößen zur Verfügung, sagte Professor Roland Schmieder aus Erlangen. So habe sich die Mikroalbuminurie als wichtiger unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Symptome erwiesen.

Werde bei Typ-2-Diabetikern durch RAS-Hemmung mit Ramipril die Proteinausscheidung im Harn vermindert, verringere sich langfristig sowohl die kardiovaskuläre Ereignisrate als auch die Progression zur Herzinsuffizienz. Umgekehrt steige die Sterberate mit dem Ausmaß der Albuminurie.

RAS-Blockade verlangsamt Progression der Nephropathie

Eine ähnliche Korrelation zur Sterberate gebe es für die eGFR, berichtete Schmieder auf einer Veranstaltung von Boehringer Ingelheim beim Kardiologenkongreß in Mannheim. Je niedriger die GFR, desto häufiger kommen bei Infarktpatienten Reinfarkte, Herzinsuffizienz sowie kardiovaskuläre Todesfälle vor.

Eine RAS-Blockade - durch ACE-Hemmer oder den Angiotensin-Rezeptorblocker Telmi-sartan (vom Unternehmen als Micardis® angeboten) - verzögere bei Typ-II-Diabetikern den GFR-Abfall und damit die Progression der diabetischen Nephropathie.

Wird NO-Aktivität gesteigert, sinkt die Albuminausscheidung

Das Sinken der Stickoxid (NO)-Konzentration im Endothel kennzeichnet eine gestörte Endothelfunktion. Es wird durch Angiotensin II über die Induktion reaktiver Sauerstoffradikalen bewirkt und läßt sich durch eine RAS-Blockade verhindern. Dies hat eine von Schmieder geleitete Studie mit Patienten ohne manifeste Mikroalbuminurie bestätigt.

Telmisartan steigerte hier ebenso wie Ramipril die basale NO-Aktivität und reduzierte die Albuminausscheidung. Zusätzlich verbesserte sich nur bei Telmisartan auch der basale renale Plasmafluß signifikant. Wie die frühzeitige Intervention auf die langfristige renale und kardiovaskuläre Prognose wirkt, wird derzeit untersucht.

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