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EU-Zulassung

Amivantamab ist neue Option bei Lungenkrebs

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Neuss. Rybrevant® (Amivantamab) hat die EU-Zulassung bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (non-small cell lung cancer, NSCLC) erhalten. Die Therapie ist indiziert bei erwachsenen NSCLC-Patientinnen und -Patienten mit aktivierenden Exon-20-Insertionsmutationen (Exon20ins) des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) nach Versagen einer platinbasierten Therapie. Amivantamab ist ein bispezifischer vollhumaner Antikörper.

Grundlage der Zulassung sind die Ergebnisse der multizentrischen Multikohorten-Phase-I/Ib-Studie CHRYSALIS. In der Studie erreichte die Wirksamkeitspopulation (n = 81, Datenschnitt: 8. Oktober 2020) bei medianer Nachbeobachtungszeit von 9,7 Monaten eine Gesamtansprechrate von 40 % (95 %-Konfidenzintervall [KI]: 29–51). Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 8,3 Monate (95 %-KI: 6,5–10,9), das mediane Gesamtüberleben 22,8 Monate (95 %-KI: 14,6–nicht erreicht; beides sekundäre Endpunkte). Insgesamt ergab sich für Amivantamab in der CHRYSALIS-Studie ein handhabbares Verträglichkeitsprofil.

EGFR-Exon20ins bilden mit einem Anteil von 12 % die dritthäufigste Treibermutation im EGFR-Gen. In der Regel sind EGFR-Exon20ins resistent gegenüber Tyrosinkinaseinhibitoren der ersten, zweiten und dritten Generation. Die Patienten weisen im Vergleich zu denjenigen mit häufigen EGFR-Mutationen eine ungünstigere Prognose auf.

Bei therapienaiven Patienten mit dieser Treibermutation empfiehlt die Onkopedia-Leitlinie NSCLC vor allem platinbasierte Chemoimmuntherapien. Mit der Zulassung von Amivantamab steht nach platinhaltiger Therapie nun eine zielgerichtete Therapieoption mit robuster Wirksamkeit zur Verfügung. (eb)

Quelle: Mitteilung der Janssen-Cilag GmbH

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