Direkt zum Inhaltsbereich

Müde und schlapp?

Veröffentlicht:

BERLIN. Müde und schwach fühlen sich in der dunklen Jahreszeit ja viele Menschen. Bei einigen können die Symptome auf eine Hämochromatose zurückgehen, erinnert das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF). Die Erkrankung trifft etwa einen von 250 bis 400 Menschen in Deutschland.

Damit gehört sie zu den häufigsten Erbkrankheiten. Langfristig leidet vor allem die Leber. Blutuntersuchungen und Gentests sichern die Diagnose. Ergeben die Blutuntersuchungen eine Transferrinsättigung über 60 Prozent und einen Ferritin-Wert über 300 µg/l, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine erbliche Hämochromatose vor.

Leitlinien empfehlen, die Diagnose mit einem HFE-Gentest zu bestätigen. Dabei wird untersucht, ob auf den Chromosomen 6 ein Fehler vorliegt. Sind beide Chromosomen defekt, liegt eine Eisenspeicherkrankheit vor.

Wer nur ein defektes Chromosom 6 erbt, bleibt gesund, kann aber den Gendefekt an seine Kinder weitergeben. Experten empfehlen daher, Eltern und Geschwister von Patienten mit Eisenspeicherkrankheit genetisch zu untersuchen. (eb)

Weitere Infos zu Leber- und Bluterkrankungen enthalten die IPF-Faltblätter "Lebererkrankungen" und "Blutsenkung und Blutbild". Sie können kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Schwere kutane Arzneimittelreaktionen

DRESS-Betroffene sind nachhaltig belastet

Juli-Sitzung des CHMP

Acht Pharma-Innovationen auf der Zielgeraden zur EU-Zulassung

Seltene Erkrankungen

Primäre Immundefekte: Warnzeichen und Tipps fürs Labor

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tests für die Diagnostik

Akuter Kreuzschmerz: Tipps für ein pragmatisches Vorgehen in der Praxis

Folgen eines Trauma

PTBS-Diagnostik: Das empfiehlt die neue S3-Leitlinie

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Lesetipps
Ins Fitnessstudie statt zum Geburtstag der Oma: Wer eine starke Verpflichtung spürt, Sport zu treiben, könnte eine Muskeldysmorphie haben.

© ME Image / Stock.adobe.com

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können