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Aneurysmen-Risiko bei Raucherinnen vervierfacht

MINNEAPOLIS (mut). Wer raucht hat nicht nur ein hohes Herz- und Hirninfarktrisiko - auch die Gefahr, dass Aorten-Aneurysmen entstehen und platzen, ist drastisch erhöht. Das wurde jetzt auch für Frauen in einer großen Studie gezeigt.

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Anhand von Daten der Women's Health Initiative haben US-Ärzte aus Minneapolis herausgefunden, dass Raucherinnen ein etwa vierfach erhöhtes Risiko für die gefährlichen Gefäßausstülpungen an der Bauchaorta haben.

Den Forschern um Professor Frank A. Lederle lagen Untersuchungsergebnisse von etwa 162 000 Frauen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren vor, von denen im Schnitt knapp acht Jahre lang Daten erhoben worden waren. In dieser Zeit hatten sich bei 184 Frauen Aorten-Aneurysmen gebildet, 14 waren an den Folgen von Rupturen gestorben.

Wie die Forscher feststellten, waren Frauen mit Aneurysmen überproportional häufig Raucher. Rauchen erwies sich dabei als der wichtigste Risikofaktor für ein AortenAneurysma. So haben rauchende Frauen nach diesen Daten ein 4,2-fach erhöhtes Risiko für die Aussackungen. Die Aneurysmen-Rate war jedoch auch bei Ex-Raucherinnen erhöht: Sie war bei allen Frauen, die jemals in ihrem Leben geraucht haben, doppelt so hoch wie bei konsequenten Nichtraucherinnen. Ähnliche Ergebnisse hatten zuvor auch schon Studien zu Aorten-Aneurysmen bei Männern gebracht.

Eine schützende Wirkung hat möglicherweise eine Hormonersatztherapie: Bei Frauen, die zum Zeitpunkt der Studie Hormone nahmen, war die Aneurysmen-Rate nur halb so hoch wie bei Frauen ohne Hormontherapie. Allerdings gibt es dazu widersprüchliche Daten aus anderen Studien, geben die Autoren zu bedenken. Überraschend war, dass die Aneurysmen-Rate bei Frauen mit Diabetes um über 70 Prozent reduziert war. Dafür fanden die Ärzte keine plausible Erklärung (BMJ online).

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