Direkt zum Inhaltsbereich

Patientengespräch

Angaben auch hinterfragen!

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:
Angaben auch hinterfragen!

© Michaela Illian

Kommunikation mit Patienten ist essenziell – aber im Sinne der Patientensicherheit gehört dazu auch, nicht jede Selbstauskunft zur Krankengeschichte ungeprüft zu glauben. Im Sinne der Patientensicherheit muss man das Anamnesegespräch auch dazu nutzen, manche Angaben, etwa die zu einer Penicillinallergie, zu hinterfragen und der Aussage "Ich reagiere auf Penicillin allergisch!" diagnostisch nachzugehen.

Wenn ein Patient angibt, die letzte Erfahrung mit einer solchen Immunreaktion, etwa einen Exanthem, vor mehr als zehn Jahren gemacht zu haben, sollte man hellhörig werden und das überprüfen.

Dadurch kann man ihn einerseits vor schweren unerwünschten Reaktionen bewahren, aber andererseits auch die Chance erhöhen, durch eine Auswahl an Penicillinen die künftige Antibiotikatherapie effektiver gestalten zu können.

Geschätzt etwa zehn Prozent der Menschen in Deutschland geben an, eine Allergie gegen Penicillinantibiotika zu haben. Wenn aber eine aktuelle Schätzung australischer Ärzte auch für Deutschland zutrifft, sind tatsächlich nur ein Prozent davon betroffen.

Das verdeutlicht, wie sehr die Penicillinanwendung ohne wirklichen Grund ungenutzt bleibt. Nachfragen und überprüfen könnte helfen, diesen Schatz zu heben.

Mehr zum Thema

Eine harte Nuss zu knacken

Kasuistik: Nussallergie führte auf die falsche Fährte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hautkrebs

Wie sich das Bräunen im Solarium auf das Melanom-Risiko auswirkt

Lesetipps
Grafik eines übergewichtigen Menschen und einem EKG

© Dr_Microbe/stock.adobe.com

Kardiometabolische Erkrankungen

Adipositas und Vorhofflimmern: Besteht ein direkter Zusammenhang?

Apixaban, ein orales Antikoagulans zur Behandlung und Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

© Soni's / stock.adobe.com

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?