Direkt zum Inhaltsbereich

Antihypertensive Therapie - eine Erfolgsgeschichte

BERLIN (Rö). 50 Jahre antihypertensive Therapie sind eine Erfolgsgeschichte. Abgesehen von der Antibiotika-Behandlung gibt es keine so erfolgreiche Therapie gegen eine Krankheit - wenn sie richtig gemacht wird.

Veröffentlicht:

So hat Professor Thomas Unger von der Charité Berlin die Entwicklung der antihypertensiven Therapie charakterisiert, die vor 50 Jahren mit Diuretika angefangen hat. Heute stehe schon seit Jahren bei der Therapie das Renin-Angiotensin-System im Fokus, erinnerte Unger bei einer Presseveranstaltung zum Hypertonie-Kongress in Berlin. Am Anfang habe dabei die Entwicklung eines Renin-Hemmers gestanden. Doch wegen pharmakologischer Probleme kam ein solcher bekanntlich erst 2007 auf den Markt. Schon seit den 80-er Jahren sind ACE-Hemmer erfolgreich. Als Antihypertensiva entwickelt haben sie darüber hinaus aber weitgehende Effekte, erinnerte Unger. Sie wirken antidiabetisch, verzögern Diabetes, verringern die Hypertrophie des Herzens, zögern Dialyse hinaus.

Doch gebe es noch viel Raum für Fortschritt, wie die inzwischen eingeführten AT1-Antagonisten belegten. Sie wirkten länger als ACE-Hemmer und senkten stärker den Blutdruck. Und sie seien im Vergleich zu ACE-Hemmern äußerst arm an unerwünschten Wirkungen. Eine Neuentwicklung zur Blutdruck-Senkung allein werde es nicht mehr geben, prophezeite Unger. Heute gehe es um Organschutz.

Inzwischen gehe ein Trend in der Kombinationstherapie von der Kombination RAS-Hemmer plus Diuretikum zur Kombination RAS-Hemmer plus Calcium-Antagonist. Die Diskussion um die richtige Zweierkombination nannte Unger aber etwas akademisch. Da die meisten Patienten irgendwann zu einer Dreierkombination kämen, sei die Kombination aus einem RAS-Hemmer, einem Calcium-Antagonisten und einem niedrig-dosierten Diuretikum dann die Therapie der Wahl.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Ungewöhnliche Studie

Konsequente Blutdrucksenkung – ein Ansatz zur Demenzprävention

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Juristische Einordnung

Rassistische Diskriminierung im Praxisteam: So verhält man sich als Ärztin oder Arzt rechtskonform

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruckschwankungen: Worauf es dann ankommt

Lesetipps
Ein Kind erhält eine Spritze und schaut ängstlich weg.

© yanadjan / stock.adobe.com

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Die Rückseite eines jungen Mannes mit großflächigen Tätowierungen.

© PeopleImages / Getty Images / iS

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Nahaufnahme des rechten Handegelenks eines Patienten das mit einer Handgelenksschiene ruhig gestellt ist.

© Ondrej Novotny / stock.adobe.com

Therapie der ersten Wahl

Was bringt eine Handgelenksschiene beim Karpaltunnelsyndrom?