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Antikörper und Bestrahlung lassen sich gut kombinieren

BERLIN (sko). Mit dem Antikörper Cetuximab steht vermutlich schon bald eine neue Therapie-Option für Patienten mit einem Tumor in Mundhöhle, Rachen oder Kehlkopf zur Verfügung. Denn durch die Kombination des Antikörpers mit einer Bestrahlung ist die Therapie deutlich effektiver.

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Kopf-Hals-Tumoren werden häufig erst im späten Stadium entdeckt, da die Symptome meist unauffällig und auch sehr unspezifisch sein können. Außer Schluckbeschwerden, Fremdkörpergefühl und Heiserkeit kann es auch zu Atemnot oder Blutungen kommen.

"Manchmal sind auch Ohrenschmerzen das erste Symptom, weshalb die Patienten einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen", berichtete Professor Rainald Knecht von der HNO-Universitätsklinik Frankfurt beim Krebskongreß in Berlin.

Wegen der großen Tumormassen werden viele der Patienten operiert. Doch das kann den Verlust des Sprechens bedeuten, da bei der Operation meist der Kehlkopf entfernt werden muß. Eine Alternative ist die Kombination einer Strahlentherapie mit Cetuximab (Erbitux®), für die, wie berichtet, die EU-Zulassungsbehörde bereits eine positive Stellungnahme abgegeben hat.

Cetuximab ist ein Antikörper, der den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) blockiert. Dadurch hemmt er auf verschiedene Weise das Tumorwachstum und macht die Zellen sensibler für eine Strahlen- oder Chemotherapie. "Da Tumoren im Kopf-Hals-Bereich den EGF-Rezeptor sehr stark synthetisieren, eignen sie sich besonders für eine Therapie mit Cetuximab", so Professor Jürgen Debus von der Radiologischen Uni-Klinik Heidelberg.

Grundlage für die neue Indikation für Cetuximab, das bisher zur Therapie bei metastasierten kolorektalen Karzinomen zugelassen ist, ist eine Phase-3-Studie. Teilnehmer waren 424 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom des Kopf oder Halses. Sie erhielten nur eine Strahlentherapie oder diese kombiniert mit Cetuximab (einmal pro Woche 250 mg/m2). Debus betonte, daß Cetuximab gut mit der Strahlentherapie kombiniert werden konnte.

"Außerdem war mit dem Antikörper eine wesentlich bessere lokale Tumorkontrolle als mit alleiniger Bestrahlung möglich", so Debus bei der von der Merck KGaA organisierten Veranstaltung. Mit Strahlentherapie alleine lebten die Patienten im Mittel noch 29 Monate, mit Cetuximab-Kombitherapie 49 Monate.

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