Senioren

Arzneien stören Gedächtnis

NEU-ISENBURG (eis). Gedächtnisstörungen alter Menschen sind oft durch Arzneien bedingt, betonen Forscher vom Montreal Geriatric University Institute (Drugs & Aging 2012; 29: 639).

Veröffentlicht:

Sie haben 162 Studien zu Substanzen analysiert, die potenziell an cholinergen, GABAergen, Histamin- oder Opioid-Rezeptoren im Hirn binden.

In den 68 Studien zu Benzodiazepinen ergaben sich dabei übereinstimmend Beeinträchtigungen von Erinnerung und Konzentration.

Ebenso wurden 12 Studien zu Antihistaminika und 15 zu trizyklischen Antidepressiva ausgewertet; auch hier fanden sich ausgelöste Defizite bei Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung.

Schlafmittel, Antihistaminika der ersten Generation und trizyklische Antidepressiva sollten bei Senioren vermieden werden, betonen die kanadischen Forscher. Patienten sollten über sichere Alternativen aufgeklärt werden.

Mehr zum Thema

Hauptstadtkongress

Verständnis für Demenz-Patienten: Gefragt sind Emotionen

Das könnte Sie auch interessieren
Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

© Tania Soares | EyeEm

Corona und Depression

Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

© koto-feja, LordRunar | iStock

So wirkt Johanniskraut

Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

© ChristianChan | iStock

Depressionen behandeln

Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bei einer Pneumonie können Prognosemarker helfen, Über- und Untertherapien zu vermeiden.

© Minerva Studio / stock.adobe.com

WONCA-Kongress

Drei Prognosemarker bei Pneumonie

Das Aufbewahren und Zwischenlagern von Impfstoff im Praxiskühlschrank ist eigentlich Routine für Praxen. Dass nun das  Bundessozialgericht in der Frage, ob Ärzte dafür haften müssen, wenn wegen eines Kühlschrankdefekts teurer Impfstoff unbrauchbar wird, einen Regress in fünfstelliger Höhe bestätigt hat, lässt viele Ärztinnen und Ärzte  jedoch ratlos und verärgert zurück.

© Sina Schuldt / picture alliance/dpa

Impfstoff-Verfall

Pädiater üben scharfe Kritik an Kühlschrank-Urteil