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Autismus - neue Hinweise auf Immunstörung

LAKE BUENA VISTA (ddp). Bei Autismus bildet der Körper Antikörper gegen eigenes Hirngewebe. Das haben portugiesische Forscher in einer Studie mit 171 Autisten entdeckt. Auslöser dieser Autoimmunreaktion scheint ein Protein zu sein, dessen Identität und Funktion noch unbekannt ist.

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Das berichten Forscher um Dr. Astrid Vicente vom Wissenschaftlichen Institut in Oeiras im "Journal of Neuroimmunology" (152, 2004, 176). Welche Störung Autismus verursacht, ist bisher nicht klar, auch Autoimmunreaktionen werden diskutiert.

Die Studie aus Portugal stützt diesen Verdacht: Im Patienten-Blut fand man viel mehr Antikörper gegen eigenes Hirngewebe als bei Gesunden. Die Immunreaktion ist nicht genetisch bedingt, da das Blut der Eltern nicht vermehrt Autoantikörper enthielt.

Die Forscher vermuten, daß die Immunreaktion eine Folge der neurologischen Störung ist. So könnten die Antikörper als Antwort auf eine Hirnschädigung in der Embryonal-Entwicklung gebildet werden.

Es wird nun versucht, das Auslöser-Protein zu identifizieren.

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