Direkt zum Inhaltsbereich

Mamma-Screening

BMG setzt auf GBA und IQWiG

Veröffentlicht:

BERLIN/NEU-ISENBURG. Die Bundesregierung setzt in der aktuellen fachlichen Debatte um den Nutzen des Mammografie-Screenings auf die Expertise des Gemeinsamen Bundesausschusses und des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Eigene Bewertungen, die sich nicht auf die Veröffentlichung beider Gremien stützen, will die Bundesregierung nicht äußern. Angesichts der nötigen Abwägung zwischen Vorteilen und medizinischen Risiken setzt die Bundesregierung auf eine eigenverantwortliche Entscheidung der Frauen.

"Die Nachteile des Screenings müssen mit dessen Vorteilen von jeder Frau individuell abgewogen werden und werden daher in einem Merkblatt des GBA erläutert", heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage zum wissenschaftlichen Stand zu Risiken und Nutzen des Screenings der Bundestagsfraktion der Linken. Die derzeitige fachliche Diskussion solle künftig in das Merkblatt einfließen, heißt es.

Einen Auftrag zur Überarbeitung der Einladung will der GBA nach seiner öffentlichen Sitzung noch in dieser Woche an das IQWiG vergeben. "Für die Bundesregierung ist eine wissenschaftliche fundierte, neutrale und umfassende Information der Bevölkerung zu erwünschten und unerwünschten Effekten von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen unbedingt erforderlich", heißt es von der Bundesregierung.

In der Antwort auf die 46 Fragen der Linksfraktion verweißt das Bundesgesundheitsministerium kontinuierlich auf die fachliche Einschätzung des GBA und des IQWiG sowie auf weitere Forschungsvorhaben der Bundesministerien zum Thema.

Ebenso betont die Bundesregierung das Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz aus dem Jahr 2013, in dem Mindestanforderungen an organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen vorgegeben wurden. Bei der Beratung der Patientinnen für oder gegen ein Screening spiele nach Ansicht der Bundesregierung die Ärzteschaft eine "Schlüsselrolle". (bee)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

S3-Leitlinie Mammakarzinom

Brustkrebs: So viel Sport ist empfehlenswert

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Aktuelle explorative Ad-hoc-Analysen der Studien SPOTLIGHT und GLOW: mOS vor und nach Zensierung†

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

CLDN18.2+, HER2− Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Mit optimiertem Therapiemanagement den Behandlungserfolg mit Zolbetuximab unterstützen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Konkurrenz für Primärpraxen?

Reformpaket beschlossen: Apotheker rücken zu Hausärzten in zweiter Reihe auf

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren