Hormonstörungen

Bald 50 Jahre Pille - heute das beliebteste Verhütungsmittel

Veröffentlicht:
Das heutzutage meistgenutzte Verhütungsmittel von jungen Frauen. Die Anti-Baby-Pille. © shutterstock.com

Das heutzutage meistgenutzte Verhütungsmittel von jungen Frauen. Die Anti-Baby-Pille. © shutterstock.com

© shutterstock.com

NEU-ISENBURG (ikr). Vor beinahe einem halben Jahrhundert, und zwar am 18. August 1960 war es soweit: In den USA kam die erste Anti-Baby-Pille auf den Markt. Knapp ein Jahr später, am 14. Juni 1961, kam in der damaligen Bundesrepublik das erste orale Kontrazeptivum in den Handel. Die Pille ist aktuellen Studien zufolge das beliebteste Verhütungsmittel in Deutschland, gefolgt vom Kondom.

Etwa 55 Prozent der 20- bis 44-jährigen Frauen verhüten mit der Pille, und bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 72 Prozent, wie die letzte Repräsentativerhebung zum Verhütungsverhalten Erwachsener der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt. Auch bei Jugendlichen ist die Pille beliebt. So geben 87 Prozent der 14- bis 17-jährigen Mädchen an, schon einmal die Pille als Verhütungsmittel genutzt zu haben, wie die aktuelle Studie zur Jugendsexualität der BZgA zeigt.

Allerdings haben junge Mädchen häufiger Probleme, die Pille korrekt anzuwenden. Mehr als die Hälfte der jugendlichen Pillennutzerinnen hat schon einmal vergessen, sie regelmäßig einzunehmen. Um sich sowohl vor einer ungewollten Schwangerschaft als auch vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen, wählen deshalb immer mehr Jugendliche eine Doppelstrategie und benutzen Pille und Kondom gleichzeitig. Obwohl sich fast alle Frauen und Männer "sehr gut" und "gut" über Empfängnisverhütungsmethoden informiert fühlen (97 Prozent), wünscht sich ein Viertel der Befragten weitere Informationen. Dem kommt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nach.

Auf www.familienplanung.de stellt die BZgA im Internet Verhütungsinfos für Erwachsene zur Verfügung. Infos für Jugendliche bietet www.loveline.de

Mehr zum Thema

Studie mit 15.000 Frauen

Vorzeitige Menopause wohl kein Risikofaktor für Atherosklerose

Das könnte Sie auch interessieren
Neues und Wissenswertes rund um das Thema Schilddrüse

© Nerthuz / iStock

Kleines Organ ganz groß

Neues und Wissenswertes rund um das Thema Schilddrüse

Kooperation | In Kooperation mit: Sanofi-Aventis
PD Dr. Joachim Feldkamp (links), Internist und Endokrinologe vom Klinikum Bielefeld-Mitte und Prof. Dr. Markus Luster (rechts), Nuklearmediziner vom Uniklinikum Gießen-Marburg

© [M] Feldkamp; Luster; Sanofi-Aventis

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Bei erhöhtem TSH-Wert nicht gleich die Diagnostik-Maschinerie starten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Begleitet von hohen Erwartungen und Protesten – wie hier am 15. Oktober von Klimaaktivisten in Berlin – starten am Donnerstag die offiziellen Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP.

© Kay Nietfeld/dpa

Koalitionsverhandlungen

Gesundheit und Pflege: Wer für SPD und Grüne verhandelt

Hüftfraktur: Durch eine Optimierung der Kalzium- und Proteinzufuhr lässt sich bei älteren Menschen in Pflegeheimen das Risiko für Frakturen deutlich senken.

© Springer Medizin Verlag GmbH

Ernährung als Prävention

Milchprodukte bewahrten Heimbewohner wohl vor Frakturen