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Bald Vorhersage für Therapieerfolg bei Rheuma?

WIESBADEN (hub). Für die Therapie von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) gibt es bekanntlich eine Reihe von Basisarzneien. Doch welche Patienten auf welches Mittel ansprechen, lässt sich bisher nur durch die Behandlung selbst heraus bekommen. In Zukunft soll der Therapieerfolg an isolierten Synovialzellen vorhergesagt werden.

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Warum RA-Patienten unterschiedlich auf das gleiche Basistherapeutikum ansprechen, führt Professor Ulf Müller-Ladner auf genetische Unterschiede zurück. Bisher ließ sich die Wirksamkeit einer Therapie für einen bestimmten Patienten nur durch Versuch und Irrtum feststellen. Doch Experimente mit isolierten Synovialzellen sind viel versprechend, so Müller-Ladner beim Rheuma Update in Wiesbaden.

Forscher konnten zeigen, dass in Zellen aus der Synovia von Mäusen mit induzierter RA etwa die Interleukine IL-1 und IL-6 und auch TNFa in hoher Konzentration vorhanden sind. Durch Zugabe von Methotrexat oder Leflunomid zu den isolierten Zellen ging die Konzentration der Entzündungsmediatoren zurück. "Bis auf Grundlage dieser Erkenntnisse ein System zur individuellen Therapievorhersage entwickelt wird, ist es jedoch noch ein langer Weg", so der Rheumatologe von der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim.

Sind IgA-Rheumafaktoren hoch, wirkt anti-TNFa-Therapie wenig

Schon heute lässt sich aber voraussagen, ob eine Therapie mit TNFa-Blockern wirksam ist, und zwar anhand der Rheumafaktoren (RF), ergänzte Professor Klaus Krüger vom Praxiszentrum St. Bonifatius in München. Ein hoher RF-IgA-Titer bedeute einen geringen Erfolg der Therapie mit einem der drei bei RA zugelassenen TNFa-Blockern, so Krüger.

Doch weltweit arbeiten Rheumaforscher nicht nur an Modellen zur Therapievorhersage, auch Zielstrukturen für neue Medikamente werden erforscht. Im Visier haben sie dabei die Zytokine Adiponektin und Resistin. Beide sind bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis stark erhöht. "Das Entzündungsgeschehen bei RA ist ein Netzwerk aus vielen Molekülen", so Müller-Ladner. Es gebe nicht das eine Schlüsselmolekül, sondern mehrere entscheidende Faktoren.

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