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Bauchweh - bei Frauen ein Herzinfarkt-Symptom

DÜSSELDORF (djb). Frauen nehmen Symptome von Krankheiten anders wahr als Männer und werden im klinischen Alltag anders behandelt. Genetische Unterschiede zwischen den Geschlechtern bedingen zudem unterschiedliche Wirkungen von Therapien.

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Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Diagnostik und Therapie sollten künftig mehr beachtet werden, fordert Professor Herbert Schuster von der Humboldt-Universität in Berlin. In einigen Gesundheitsbereichen müsse von einer Unterversorgung bei Frauen ausgegangen werden, so Schuster bei einer Pressekonferenz von Roche Diagnostics in Düsseldorf.

Nach seinen Angaben sterben in Deutschland zum Beispiel 49 Prozent aller Frauen an Herzkreislauferkrankungen und damit viel mehr als Männer (38 Prozent). Und: An den Folgen eines Herzinfarkts stürben 18 Prozent der betroffenen Frauen noch im Krankenhaus, aber nur neun Prozent der Männer, habe eine Studie der Berliner Ärztekammer ergeben.

Die Gründe für die schlechtere Prognose von Frauen sind weitgehend ungeklärt. Eine Analyse des Berliner Herzinfarktregisters habe jedoch ergeben, daß nur die Hälfte der Frauen aber zwei Drittel der Männer eine Herzkathetertherapie erhielten, berichtete Schuster. Frauen kämen zudem oft später in die Notaufnahme als Männer und würden seltener in spezialisierten Kliniken versorgt.

Dies sei zum Teil darin begründet, daß bei Frauen erste Anzeichen eines Herzinfarkts oft untypisch sind, wie Oberbauchbeschwerden und Übelkeit. Warnzeichen, wie Engegefühl in der Brust oder Schmerzausstrahlung in den linken Arm, treten dagegen eher bei Männern auf.

Hinzu kommen geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Krankheitsursachen - Frauen haben zum Beispiel besonders häufig Hypertonie, Übergewicht oder andere Risikofaktoren -, sowie genetisch bedingte Unterschiede bei der Wirkung von Therapien. Diese basieren oft auf genetischen Varianten von Emzymen des Cytochrom-P450-System in der Leber, die für die Metabolisierung vieler Arzneimittel wichtig sind.

Hier erschließt die Einführung von DNA-Chips wie dem AmpliChip® CYP450 neue Wege zu einer individuellen auf Patienten abgestimmten Medizin. Mit dem Chip läßt sich herausfinden, ob ein Patient Medikamente über das Cytochrom-P450-System schnell, langsam oder gar nicht metabolisiert.

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