Prostata-Karzinom

Beratung zu Prostatakrebs per Telefon

HEIDELBERG (bd). Informationen zu Prostatakrebs bietet der Krebsinformationsdienst (KID) in Heidelberg jetzt über eine eigene Telefonleitung. Damit trägt KID, der am Deutschen Krebsforschungszentrum angesiedelte bundesweite Informationsdienst, den steigenden Anfragen zu dieser Krebsart Rechnung.

Veröffentlicht: 15.11.2007, 05:00 Uhr

Inzwischen betreffen fast ein Drittel der bei KID jährlich eingehenden 26 000 Anfragen das Prostatakarzinom, wie KID-Leiter Dr. Hans-Joachim Gebest in Heidelberg mitgeteilt hat. Damit ist die häufigste Krebsart bei Männern nach Brustkrebs die Erkrankung, zu der die meisten Fragen bei KID eingehen. Anrufer bei KID werden im Sprachführungs-Menü direkt an Experten zu Prostatakrebs weitergeleitet.

Möglich wurde dieser zusätzliche Service durch eine Spende des Vereins zur Förderung der Krebsinformation in Deutschland, ProKID e.V. in Höhe von 180 000 Euro für die nächsten zwei Jahre. ProKID-Vorsitzende Hilke Stamatiadis-Smidt sieht mit dem Projekt die Möglichkeit, "dass Männer, die mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert werden, alle Informationen über aktuelle Forschungsergebnisse, Therapie-Optionen, deren Nebenwirkungen, Studiendaten und neue Therapieformen, die noch nicht Eingang in die Klinik gefunden haben, erhalten".

Das Projekt solle dazu beitragen, dass Männer die gewünschten Informationen und die Möglichkeit der direkten Ansprache über Prostatakrebs leichter bekommen können. Bisher seien Männer als Zielgruppe von Informationskampagnen zu Krebs eher vernachlässigt worden, so die KID-Gründerin Stamatiadis-Smidt. Außerdem soll durch die finanzielle Unterstützung eine Informationsbroschüre zu Prostatakrebs aktualisiert und ergänzt werden.

Der KID kann kostenfrei unter Tel.: 0800 420 30 40 täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr erreicht werden.

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