Kommentar zum Krebsplan

Bitte keine Nacht- und Nebelaktion

Von Sunna Gieseke Veröffentlicht:

Das Thema Krebs ist zu wichtig, als dass Prävention und Versorgung kleingeredet werden. Vom Nationalen Krebsplan hatte man jahrelang nichts gehört. Man wusste nur, dass an ihm gearbeitet wird.

Im Februar hatte die Koalition großspurig angekündigt, dass nun die Krebsprävention gestärkt und ein verpflichtendes Krebsregister aufgebaut werden sollen. Danach verschwand der Krebsplan wieder in der Versenkung.

Und jetzt: Bereits im August soll es einen Kabinettsbeschluss geben. Jedoch nur zu zwei Bereichen des Krebsplans, nämlich zur Früherkennung und zur Einführung flächendeckender klinischer Krebsregister. Die Referentenentwürfe sind für den Sommer angekündigt.

In der Sache ist das gut und richtig. Zu kritisieren ist jedoch, dass die Koalition das Thema nach dem inzwischen bekannten Muster angeht. Wichtige Diskussionen werden zu lange abseits der Öffentlichkeit geführt.

Dann bekommt sie ganz überraschend ein Ergebnis vorgeführt. Wie sich die Gesellschaft auf die erwartete Zunahme von Krebserkrankungen einstellen soll, ist eine wichtige Diskussion

Bleibt zu hoffen, dass der Krebsplan jetzt die Öffentlichkeit erfährt, die er verdient.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Ab 2020: Jeder Krebspatient ab ins Onkologie-Zentrum!

Mehr zum Thema

Pembrolizumab plus Lenvatinib

Nierenzellkarzinom: Neue Kombi für Erstlinientherapie

Paul Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Nachwuchspreis

Preis für Forschung zur Krebsresistenz

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Zusammenhang von Depression und Demenz

© Rido / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Daten aus Hausarztpraxen

Die Risikofaktoren für Demenz