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Chance auf normale Entwicklung durch Postnatal-Screening

HEIDELBERG (eb). Werden angeborene Stoffwechselerkrankungen schon beim Neugeborenen-Screening entdeckt und wird dann frühzeitig behandelt, haben die Kinder sehr gute Chancen auf eine normale Entwicklung. Das hat eine Langzeitstudie des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg ergeben.

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An der Studie nahmen 247 Kinder teil, bei denen zwischen 1999 und 2009 beim Neugeborenen-Screening eine Stoffwechselstörung festgestellt und die geeignete Therapie eingeleitet worden war (J Inherit Metab Dis 2010; 33: 521).

Die Studie und der Aufbau des Heidelberger Screening-Zentrums wurden von der Dietmar Hopp Stiftung mit rund 2 Millionen Euro gefördert, wie die Uni Heidelberg mitgeteilt hat.

Ärzte und Psychologen untersuchten die Kinder regelmäßig, auch wenn sie inzwischen wohnortnah in anderen Stoffwechselzentren wie Düsseldorf, Freiburg oder Mainz versorgt sind. Erfasst wurden Symptome, Krankheits-schübe, Wachstum und geistige Entwicklung. Das Ergebnis ist eindeutig: Über 95 Prozent der Kinder entwickelten sich normal.

"Wir haben in dieser Studie den wissenschaftlichen Beweis erbracht, dass die frühe Diagnose und konsequente Behandlung bei fast allen Patienten schwere Krankheitskrisen und damit dauerhafte Schäden vermeiden kann", betont Professor Dr. Georg F. Hoffmann, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin in Heidelberg.

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