Personal wegen COVID-19 benötigt

Charité sagt alle elektiven Eingriffe ab

Auch in der Hauptstadt gibt es wieder mehr stationäre Corona-Fälle. Dafür muss Europas größtes Krankenhaus Charité nun Personal abstellen – und sagt einstweilen alle geplanten Eingriffe ab.

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Bettenhochhaus der Berliner Charité: Planbare Eingriffe werden wegen COVID-19 einstweilen verschoben.

Bettenhochhaus der Berliner Charité: Planbare Eingriffe werden wegen COVID-19 einstweilen verschoben.

© Christoph Soeder / dpa

Berlin. Das Berliner Uniklinikum Charité sagt seit Dienstag alle elektiven Eingriffe ab. Die steigende Zahl von COVID-19-Patienten mache diesen Schritt nötig, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Hintergrund ist, dass vermehrt Mitarbeiter auf den COVID-Stationen eingesetzt werden müssen. Notfälle werden weiter behandelt, auch dringliche Eingriffe würden vorgenommen.

Dem Charité-Sprecher zufolge werden derzeit mehr als 120 Patienten mit COVID-19 in der Charité behandelt. Wie viele von ihnen auf Intensivstationen liegen, gab die Einrichtung zunächst nicht bekannt.

Laut DIVI-Intensivregister waren am Hauptstandort in Mitte und am Campus Benjamin Franklin am Dienstagnachmittag keine Low- und High-Care-Intensivkapazitäten mehr verfügbar. Lediglich am Virchow-Klinikum gab es noch „begrenzt“ Betten, am Hindenburgdamm noch ECMO-Plätze.

Am Wochenende hatte der Chef des Charité-Klinikpersonalrats, Jörg Pawlowski, im Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, dass 50 Patienten auf Intensivstationen behandelt werden. In ganz Berlin liegen derzeit laut Berliner Corona-Lagebericht 128 Patienten auf Intensivstationen. Insgesamt befinden sich demnach 461 COVID-Patienten in Berliner Krankenhäusern (Stand 8.11.). Die Charité hat im Laufe der Pandemie bereits mehrfach ein Notprogramm gefahren, um die Zahl der COVID-Patienten zu bewältigen. (dpa/nös)

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