Kommentar

Darmkrebsaktion - BKKen als Vorbild

Von Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht: 27.06.2012, 05:15 Uhr

Die Zahlen sind alarmierend: Über 70.000 Menschen erkranken jährlich an Darmkrebs. An den Folgen sterben 27.000 und das, obwohl es Vorsorgemaßnahmen gibt, diesen Krebs früh zu erkennen und zu bekämpfen. Die Zahlen sind bekannt, dennoch gehen etwa die Vorsorge-Koloskopien seit 2005 in fast allen Altersgruppen zurück.

BKK-Landesverband Nordwest und BKK Bundesverband wollen diesen Trend stoppen und haben das "Aktionsbündnis gegen Darmkrebs" gegründet. Dabei setzen sie gezielt auf Vorsorge Profis wie die Felix Burda Stiftung und die Stiftung Lebensblicke.

Zentraler Punkt der Initiative ist ein Einladungssystem, das die Kassen organisieren. Das ist gut so. Nur über die direkte Ansprache lassen sich Versicherte von der Sinnhaftigkeit der Darmkrebsfrüherkennung überzeugen.

Die BKKen gehen noch einen Schritt weiter, in dem sie auch 50- bis 54-Jährige auffordern, an der Aktion teilzunehmen. Sie erhalten einen immunologischen Stuhltest. Auch hier ist es überfällig, den Einsatz "alter" Tests zu hinterfragen.

Am 1. Juli startet die Aktion für ein Jahr. Damit setzen die Kassen ein Zeichen, dass die Darmkrebsvorsorge nicht auf den März beschränkt ist, sondern zwölf Monate im Jahr präsent sein sollte.

Lesen Sie dazu auch: Zum 55. Geburtstag eine Einladung zur Darmspiegelung

Mehr zum Thema

Return to Sports-Tests

Sport nach Kreuzbandriss: Stimmt die Prognose?

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Telefonkonsultation muss Ausnahme bleiben

KBV-Chef Gassen

Telefonkonsultation muss Ausnahme bleiben

So begegnen Ärzte impfkritischen Fragen richtig

Gespräche mit Eltern

So begegnen Ärzte impfkritischen Fragen richtig

Spahn übernimmt auch die Arzneimittelversorgung

Corona-Gesetzgebung

Spahn übernimmt auch die Arzneimittelversorgung

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden