Direkt zum Inhaltsbereich

Insulinpflichtige Patienten haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko / Plädoyer an Hausärzte zur Aufklärung

MÜNCHEN (ars). "Ich wünsche mir, dass Hausärzte mehr über Darmkrebs aufklären", sagte Dr. Christa Maar bei einer Veranstaltung zum Auftakt des Darmkrebsmonats März. Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne ist die Risikogruppe der Diabetiker.

Für Diabetiker empfiehlt sich vor Beginn einer Insulin-Behandlung eine Koloskopie, sagte die Präsidentin der Felix-Burda-Stiftung. Denn insulinpflichtige Diabetiker haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein zwei- bis dreifach höheres Risiko, Darmkrebs zu bekommen. Insulin wirkt anabol und kann das Tumorwachstum fördern. Maar verwies auf den Erfolg von Darmkrebs-Präventionsprogrammen.

Vor der Einführung im Jahr 2002 starben 33 000 Menschen daran, 2008 waren es 27 000. Seit 2002 haben 3,5 Millionen Menschen in Deutschland eine Vorsorgekoloskopie machen lassen, bei jedem Dritten davon wurde ein Adenom entfernt, bei einem Prozent ein Karzinom entdeckt, davon 70 Prozent in frühen Stadien.

Doch noch gibt es einiges zu tun: Die Vorbereitungen für ein organisiertes Einladungsverfahren laufen, die ersten Schreiben sollen im Januar 2010 verschickt werden, berichtete Dr. Berndt Birkner aus München. Ebenfalls in Planung ist derzeit eine europäische Leitlinie zur Darmkrebsvorsorge. Sie soll noch dieses Jahres in Kraft treten.

Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Lesetipps
Eine Ärztin im Gespräch mit einer Patientin.

© HockleyM1 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Kollegin gibt Tipps

So gelingt eine gute Arzt-Patienten-Beziehung

Die Ursachen für eine Anämie sind zahlreich. Differentialdiagnostisches Denken ist vorrausgesetzt.

© doucefleur / stock.adobe.com

Von unbedenklich bis gefährlich

Blutbildveränderungen: Das Einmaleins der Anämie-Diagnostik