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Gutes Gespräch plus Arznei

Das hilft bei Opioid-induzierter Obstipation

Viele Patienten mit Opioid-induzierter Obstipation sprechen von sich aus das Problem nicht an. Dabei ist effektive Hilfe möglich.

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FRANKFURT / MAIN. Opioide sind für das Management von Patienten mit starken Schmerzen unbestritten von großer Bedeutung. Allerdings entwickeln sieben von zehn Patienten unter Opioidtherapie eine klinisch relevante Obstipation, wie Dr. Michael Küster vom Schmerzzentrum DGS Bonn Bad-Godesberg bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main berichtet hat.

Eine Opioid-induzierte Obstipation (opioid-induced constipation OIC) beziehungsweise eine Opioid-exazerbierte Obstipation (OEC) bei bereits vorher bestehenden Beschwerden kann bei allen Applikationswegen zu Beginn der Opioidbehandlung, bei Dosiseskalation oder bei Wirkstoffwechsel auftreten.

Nach der neuen DGS PraxisLeitlinie OIC (www.dgs-praxisleitlinien.de) scheinen opioidhaltige transdermale Systeme jedoch mit einem geringeren OIC-Risiko einherzugehen als die oral verfügbaren Opioide.

Die Patienten entwickelten üblicherweise keine Toleranz gegenüber OIC, so Küster. Vielmehr führten die Beschwerden – in der Regel ein Konglomerat von gastrointestinalen Symptomen – häufig zur eigenmächtigen Reduktion der Opioiddosis bis hin zum Absetzen der Therapie und damit zu einer Beeinträchtigung der Schmerzkontrolle.

Gerade, wenn es um unerwünschte Effekte einer Opioidtherapie geht, sei eine gute Arzt-Patienten-Kommunikation wichtig, so Küster bei der vom Unternehmen 1 A Pharma unterstützten Veranstaltung. Rechtzeitige Aufklärung und das fürsorgliche Vermitteln, dass die Beschwerden ernst genommen werden, kann zu einer Verbesserung der Therapieadhärenz und der Lebensqualität beitragen.

Etwa ein Drittel der Patienten mit OIC sprechen nicht von sich aus mit ihrem Arzt über die Obstipationssymptome. Es gilt daher, diesen mit gezielten Fragen oder mithilfe des BFI (Bowel Function Index) auf die Spur zu kommen.

Zur Linderung der OIC kommen osmotische und / oder stimulierende Laxantien und / oder Prokinetika in Betracht, so Küster in Frankfurt. Der Effekt sei jedoch häufig unzureichend. Bleiben Laxantien nutzlos, können peripher wirksame µ-Opioid-Rezeptor Antagonisten (PAMORA) eingesetzt werden. (djb)

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