Depressionen

Depressionen sind noch immer ein Tabuthema

Veröffentlicht: 14.10.2010, 14:51 Uhr

HILDESHEIM (dpa). Depressionen werden noch immer als Tabuthema gesehen. Die Folge: Nur etwa jeder achte Depressive wird richtig behandelt. Daran hat Professor Detlef Dietrich vom AMEOS Klinikum Hildesheim aus Anlass des Europäischen Depressionstages erinnert. Und: "Depressive Störungen werden leider immer noch zu häufig und fälschlicherweise als Charakterschwäche oder geringe Motivation, etwas zu ändern, ausgelegt", so Dietrich.

In Deutschland sind schätzungsweise vier Millionen Menschen behandlungsbedürftig depressiv, aber nur bei etwa 40 Prozent davon ist die Krankheit diagnostiziert. "Hiervon wird wiederum nur ein Drittel adäquat und ausreichend lange behandelt", sagte Dietrich.

Gerade dies ist nach Aussage des Experten aber wichtig: Da die positive Wirkung von Antidepressiva erst nach zwei bis drei Wochen einsetzt, bräuchten Erkrankte viel Unterstützung durch Arzt und Umgebung. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Medikament dann wirkt, liege bei 50 bis 70 Prozent. Wichtig sei auch eine Psychotherapie. In Kombination mit Arzneien lassen sich dadurch Rezidive gut verhindern.

Mehr zum Thema

Zusammenhang vermutet

Erst Burn-out-Symptome, dann Vorhofflimmern

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Mehr Spermien dank Fischöl?

Urologie

Mehr Spermien dank Fischöl?

Sturmlauf gegen Notfall-Reformpläne

Deutsche Krankenhausgesellschaft

Sturmlauf gegen Notfall-Reformpläne

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden