Meta-Analyse

Der Blick nur aufs TSH reicht wohl nicht

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Wiesbaden. Eine US-Studie wirft die Frage nach aussagekräftigeren Zielparametern für eine suffiziente Schilddrüsen-Hormonsubstitution jenseits der TSH-Konzentration auf, berichtet Professor Dagmar Führer, Uniklinikum Essen.

Die Forscher haben in einer Meta-Analyse (J Clin Endocrinol Metab. 2018; 103: 4533–4542) Daten von Patienten mit manifester Hypothyreose bewertet, bei denen die LT4-Therapie zu Euthyreose mit TSH-Werten im Referenzbereich geführt hatte. 65 Studien lieferten Infos zu Lipiden. „Trotz scheinbar suffizienter LT4-Gabe zeigten die zuvor hypothyreoten Patienten signifikant höhere LDL- und Triglycerid-Spiegel als gematchte Kontrollprobanden“, so Führer im Handbuch zum Internisten Update.

Fazit der Forscher sei gewesen: Trotz scheinbar euthyreoter Stoffwechsellage im Serum würden wichtige Zielmoleküle von Schilddrüsenhormonen bei primär hypothyreoten Patienten nicht normalisiert. (mal)

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