Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Der Einsatz muss sich lohnen

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Wenn es darum geht, Patienten eine bessere Versorgung in Aussicht zu stellen, drängt es in der Regel alle Beteiligten in die erste Reihe. Wenn es dann aber darum geht, für die gewünschte Verbesserung auch die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, lässt die Begeisterung nach.

Das zeigt die Debatte über die Finanzierung von Brustzentren in Nordrhein-Westfalen. Durch die Behandlung von Frauen mit Brustkrebs in besonders ausgestatteten Kliniken sollte nach der Vorstellung der Landesregierung ein qualitativer Sprung in der Versorgung erreicht werden.

Um die gewünschte Qualitätsverbesserung zu erreichen, mussten die Häuser nach eigenen Angaben investieren, zusätzliches Personal einstellen und ihr Angebot erweitern. Dazu gehören etwa die psychoonkologische Betreuung der Frauen und die Tumorkonferenzen.

Es ist klar, dass die Krankenhäuser Zuschläge nur für Leistungen verlangen können, die tatsächlich über den allgemeinen Standard hinausgehen. Genaus so klar muss aber auch sein, dass sie für das politische gewollte Zusatz-Engagement nicht mit finanziellen Zusatzbelastungen bestraft werden.

Die Beteiligten sollten deshalb jetzt gemeinsam einheitliche und transparente Regelungen für die Finanzierung der Brustzentren festlegen. Gelingt das nicht, könnte vom Beispiel der Brustzentren die fatale Botschaft ausgehen: Der Einsatz für eine bessere Patientenversorgung wird nicht entlohnt.

Lesen Sie dazu auch: Finanzierung von Brustzentren in NRW unklar

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Hormonrezeptor-positive Karzinome

Studie: Geringere Brustkrebssterblichkeit mit Statin-Therapie

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Heilung wird nicht gestört

Keine Angst vor Bisphosphonaten bei frischen Frakturen

Allgemeinmediziner gibt Tipps

Ohne MFA läuft wenig: Was beim Impfmanagement wichtig ist

Lesetipps