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Dopinganalytiker in Kreischa stellen sich zur WM auf Überstunden ein

KREISCHA (ddp.vwd). Zur Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer werden die elf Mitarbeiter des Instituts für Dopinganalytik in Kreischa unweit von Dresden viel zu tun bekommen. "Wir rechnen damit, daß wir Überstunden machen müssen", sagt der Toxikologe Dirk Schwenke.

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Vor ihm auf dem Untersuchungstisch stehen in Trägern mehrere Dutzend Probengläser, die in Kreischa jeweils in doppelter Ausführung versiegelt, anonymisiert und maximal 72 Stunden nach der Entnahme ankommen müssen.

Die Proben sind mit einer weltweit nur einmal vergebenen Kontrollnummer versehen, ebenso wie mit Angaben zu Geschlecht und Nationalität des Sportlers sowie zum Abgabeort der Proben und zur Sportart. Wird bei der A-Probe, der ersten der beiden Entnahmen, eine Auffälligkeit entdeckt, dient die B-Probe dazu, diesen Verdacht entweder zu belegen oder auszuräumen.

Durch Verfahren wie Gas- und Flüssigchromatographie werden die Urinproben auf mehrere hundert Substanzen getestet. Das Institut in Kreischa ist eines von zweien in Deutschland, die von der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt sind. Weltweit gibt es 33 solcher Einrichtungen.

Die Toxikologen und Sportbiochemiker in Sachsen testen pro Jahr etwa 6500 Proben. "Während der großen Sportereignisse sind es entsprechend mehr", sagt Institutsdirektor Professor Klaus Müller. Dann sind vor allem Wettkampfproben gefragt, bei denen im Vergleich zu den Trainingsproben noch strenger geprüft werde.

"Auch Fußballer sind nicht ausgespart vom Doping", weiß der Direktor. Allein vom Fußballweltverband FIFA und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gehen in Kreischa laut Müller pro Jahr mehrere hundert Proben ein. Ihm zufolge gibt es derzeit eine Tendenz, auf alte Aufputschmittel wie Strychnin und Amphetamine zurückzugreifen. Auch Eigenblutdoping nehme wieder zu.

Weitere Informationen finden Sie im Internet: www.idas-kreischa.de

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