Direkt zum Inhaltsbereich

Duale Cholesterinsenkung gibt es jetzt in einer Tablette

NEU-ISENBURG (Rö). Der erste duale Cholesterin-Hemmer zur Therapie von Patienten mit Hyperlipidämie steht jetzt zur Verfügung. Das Präparat Inegy® der Unternehmen MSD und Essex Pharma enthält die Wirkstoffe Ezetimib und Simvastatin. Ezetimib vermindert die Cholesterinresorption im Darm, und Simvastatin hemmt die Cholesterbiosynthese in der Leber.

Veröffentlicht:

Durch die Kombination kann die LDL-Senkung insgesamt auf bis zu 61 Prozent verstärkt werden. Ezetimib senkt das LDL-Cholesterin zusätzlich zum Effekt des Simvastatins um etwa 18 Prozent, haben klinische Studien ergeben. Die Triglyzeride werden zusätzlich um 15 Prozent gesenkt.

Dadurch erreichen auch noch Patienten ihr LDL-Ziel, denen eine Therapie mit dem Statin nicht genügt. So hatten in der EASE-Studie (Ezetimibe Add-On to Statin for Effectvieness) mit über 3000 Patienten mit der Kombinationstherapie 71 Prozent der Patienten einen LDL-Wert unter 100 mg/dl, mit einer Statin-Therapie allein nur 21 Prozent.

Durch die Therapie mit dem Cholesterin-Resorptionshemmer brauchen mögliche Dosissteigerungen des CSE-Hemmers nicht immer ausgeschöpft zu werden, um die Ziele für das LDL zu erlangen. Denn nach der Sechser-Regel vermindert sich bei einer Verdoppelung der Statin-Dosis der LDL-Wert um sechs Prozent. Für die zusätzliche Senkung des Ezetimibs um 18 Prozent müßte die Dosis des Statins also dreimal verdoppelt werden, von 10 Milligramm Simvastatin auf 80 Milligramm.

Die Kombinationstherapie senkt die LDL-Spiegel nicht nur stärker als Simvastatin allein, die Therapie ist auch gut verträglich. Bei der Kombination des Resorptions- und des CSE-Hemmers wird weder die Leberfunktion beeinträchtigt, noch kommt es zur Erhöhung der Kreatinin-Kinase.

Dies gilt sowohl im Vergleich zu Placebo als auch im Vergleich zur Statin-Monotherapie. So war die Rate von Alaninaminotransferase- und Aspartatamonotransferase-Erhöhungen über den dreifachen oberen Normwert bei der Kombination nicht gesteigert. Sie lag wie bei Patienten die nur eine Statintherapie erhalten hatten, unter einem Prozent. Auch CPK-Erhöhungen über dem zehnfachen Normwert kamen nicht gehäuft vor.

Ein Effekt auf die Spiegel fettlöslicher Vitamine hatte sich bei Untersuchungen mit dem Cholesterin-Resorptionshemmer nicht gezeigt.

Das neue Kombipräparat gibt es in der Dosierung von 10 mg Ezetimib kombiniert mit Dosen von 10, 20, 40 und 80 mg Simvastatin.

Mehr zum Thema

Malnutrition

Damit Sie Mangelernährung nicht übersehen: Darauf kommt es an!

Destatis

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen ist übergewichtig

Bewusster Verzicht

Was bringt Fasten bei Schmerz?

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

Lesetipps
Harnwegsinfekt bei einem Mann

© anut21ng Stock / stock.adobe.com

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf

Ein Säugling liegt auf dem Rücken auf einem Bett. Die Hände der Mutter streichen sachte über den Bauch des Kindes.

© Aurora Aesthetics / Generated with AI / Stock.adobe.com

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?