Neuer Schnelltest

Ebola-Varianten schneller erkennen

Mit einem neuen Test können Forscher in kurzer Zeit verschiedene Ebolavirus-Varianten voneinander unterscheiden und schneller auf Ausbrüche reagieren.

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Der neue Test zum Nachweis der Ebolavirus-Variante basiert auf der Polymerase-Kettenreaktion (PCR).

Der neue Test zum Nachweis der Ebolavirus-Variante basiert auf der Polymerase-Kettenreaktion (PCR).

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Berlin. Die Situation ist außergewöhnlich: Nur insgesamt sechs Mal wurde bisher ein internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen, nun bestehen zwei zur gleichen Zeit. Einer wegen des seit 2018 andauernden Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo, einer wegen des neuen Coronavirus 2019-nCoV.

Während derzeit noch weitgehend unklar ist, mit welchen Mitteln sich das neue Coronavirus bekämpfen lässt, ist ein Team des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und der Universität Marburg bei der Bekämpfung des Ebola-Virus einen Schritt vorangekommen. Forscher um Ignacio Postigo-Hidalgo haben einen Test entwickelt, der eine Unterscheidung der verschiedenen Ebolavirus-Varianten in kurzer Zeit möglich macht (Eurosurveillance 25(3):1900765), wie das DZIF berichtet.

„Momentan vergehen oft Monate“

Das Ebolavirus kann in verschiedenen genetischen Varianten auftreten. „Momentan vergehen oft Monate, bis das Erbgut des Ebolavirus aus einem Ausbruch charakterisiert ist und man genau weiß, welche Variante den Ausbruch ausgelöst hat“, wird Studienautor Professor Jan Felix Drexler in der Mitteilung zitiert.

Diese Kenntnis sei aber entscheidend, um spezifische Nachweisverfahren zu entwickeln, Infektionsketten zu erkennen und eine Epidemie erfolgreich einzudämmen.

Schnelle Identifizierung

Der neue Test basiert auf der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), mit der das Erbgut so vervielfältigt wird, dass eine genaue Sequenzierung möglich ist, so das DZIF. Der neue Test ist mit verschiedenen technischen Verfahren zur Hoch-Durchsatz-Sequenzierung kompatibel. Er wurde mit vier verschiedenen Ebolavirus-Stämmen überprüft.

„Sowohl im Kongo als auch in weiteren Ausbrüchen können wir nun vielleicht den Auslöser schneller identifizieren und entsprechende wirksame Maßnahmen ergreifen, die zum Ende des Ausbruchs führen“, so Drexler. (eb)

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