"Echte Männer untersuchen regelmäßig ihre Hoden"

KÖLN (pah). Mit einer Kampagne unter dem Motto "Echte Männer untersuchen regelmäßig ihre Hoden" wollen der BKK Landesverband NRW und die Krebsgesellschaft NRW die Hodenkrebsvorsorge bei jungen Männern fördern.

Veröffentlicht:

"Hodenkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern zwischen 20 und 40 Jahren", sagte Dr. Margret Schrader, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, bei der Vorstellung der Kampagne. Jährlich erkrankten etwa 4200 Männer in Deutschland, davon 800 in Nordrhein-Westfalen.

"Das Problem ist, dass sich Männer kaum für Gesundheitsvorsorge interessieren", sagte Schrader. Plakate, auf denen Feuerwehrmänner, Superhelden und Fußballer mit der Hand im Schritt posieren, sollen die Hodenkrebsvorsorge enttabuisieren. Im Laufe der Kampagne sollen zudem Urologen Fußballvereine besuchen und den Spielern mit Modellen und Broschüren zeigen, wie sie selbst ihre Hoden untersuchen können.

"Die Spieler haben eine Vorbildfunktion", sagte der ehemalige Fußballnationalspieler und HSV-Profi Jimmy Hartwig, der die Kampagne unterstützt. Hartwig ist selbst an Hoden- und Prostatakrebs erkrankt.

Hodenkrebs ist bei einer frühen Entdeckung gut heilbar. "Die Heilungschancen stehen dann bei fast 100 Prozent", betonte Dr. Erich Uchmann, Assistenzarzt in der Urologie des Kölner Sankt Hildegardis-Krankenhauses. Später lägen sie nur bei 30 bis 50 Prozent.

Zudem drohen der Verlust der Hoden und die Zeugungsunfähigkeit. Eines der ersten Symptome der Krankheit sei eine Vergrößerung des Hodens, die sich ertasten ließe, sagte Uchmann. Deshalb sei die Selbstuntersuchung besonders wichtig. "Es gibt nicht viele Tumorarten, die man so früh und dann auch noch selbst erkennen kann", betonte Schrader. Die Krankenkassen zahlen die Untersuchung beim Arzt erst ab dem 45. Lebensjahr, die meisten Betroffenen sind aber jünger als vierzig.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

© jarun011 / stock.adobe.com

Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?