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Ein Pen für viele Insuline erspart Ärzten die Schulung und Patienten die Umstellung

Moderne Hilfsmittel für eine blutzuckersenkende Therapie ersparen sowohl den Ärzten als auch den Patienten einiges an Aufwand: Ein neuer Pen kann für mehrere Insuline verwendet werden, wurde bei der Diabetes-Aktion "Gesünder unter 7" in Nürnberg berichtet.

Von Helga Brettschneider Veröffentlicht:
Diabetiker müssen oft auf ein anderes Insulin wechseln.

Diabetiker müssen oft auf ein anderes Insulin wechseln.

© Foto: Sanofi-Aventis

Nun gibt es Pens, die für mehrere Insuline geeignet sind. Werden Patienten auf ein anderes Insulin umgestellt, brauchen sie nicht gleichzeitig auch den Pen zu wechseln. Und Ärzte müssen nicht mehr die Handhabung eines neuen Pens vermitteln.

Eine Umstellung auf ein anderes Insulin ist oft nötig - etwa, wenn ein Patient sein Stoffwechselziel mit Normalinsulin nicht erreicht und deshalb zu einem schnellen Analoginsulin wechselt. Da Insuline oft an bestimmte Pens gebunden sind, muss dann zusätzlich zum unterschiedlichen Einsatz des Insulins auch der Umgang mit dem neuen Pen erlernt werden. Die doppelte Veränderung kann verunsichern, sagte die Diabetesberaterin Evelyn Drobinski in Nürnberg. Gerade ältere Patienten, die sich mit neuen Informationen schwer tun, fühlen sich dann schnell überfordert.

Ein Pen für viele - ob Normal- oder Analoginsulin

Ein solcher Penwechsel entfällt beim TactiPen®: In ihn passen die Zylinderampullen aller Insuline von Sanofi-Aventis, die eine Konzentration von 100 Einheiten pro Milliliter haben - vom Normalinsulin bis zum lang wirksamen Analoginsulin. Nur die Insuline mit 40er-Konzentration werden weiter mit anderen Pens injiziert, sagte Drobinski bei der Veranstaltung des Unternehmens.

Die Handhabung des Pens ist leicht. Die Dosis lässt sich durch Drehen des Dosierrings einstellen und ist ohne Insulinverlust korrigierbar. Injiziert wird in 1er-Schritten; das macht den Pen für Patienten mit niedrigem Insulinbedarf nützlich. Diabetiker mit hohem Bedarf können bis zu 60 Einheiten auf einmal abrufen.

Dosierbremse begrenzt die injizierte Menge

Die gewählte Menge wird in großen, auch bei Sehschwäche gut lesbaren Zahlen angezeigt. Die Dosierbremse, die sich am restlichen Ampulleninhalt als Limit orientiert, dient ebenfalls der Sicherheit: Der Patient kann maximal die in der Ampulle noch vorhandene Dosis einstellen - und von der Injektion dieses Restvolumens auch ausgehen. Zudem können Farben und Design die Sicherheit fördern. Ein ansprechendes Design, so Drobinski, könne Ängste vor einer Insulintherapie mindern. Die Penfarben lassen sich zur Unterscheidung der verwendeten Insuline nutzen.

Bundesweite Aufklärung zu Diabetes

Bei der bundesweiten Diabetes-Aufklärung "Gesünder unter 7" können sich Passanten an Ständen in großen Einkaufszentren informieren. Zudem können sie bei einem kostenlosen Risikotest mitmachen. Ärzte und Diabetesberaterinnen werten direkt die Ergebnisse aus und beantworten alle persönlichen Fragen zu Diabetes. Die nächste Aktion findet am 9. und 10. Juli im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach bei Frankfurt am Main statt. (eb)

www.gesuender-unter-7.de

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Kommentare
Egon Manhold 06.05.200916:39 Uhr

Berichtigung

Sie schreiben u.a.:
Nur die Insuline mit 40er-Konzentration werden weiter mit anderen Pens injiziert, sagte Drobinski bei der Veranstaltung des Unternehmens.

Das ist nicht korrekt:
Es gibt schon seit Jahren keinen Insulinpen mehr, der geeignet ist, U40er Insulin zu verabreichen.
Die Firma Disetronic hatte mal einen, für den man leete Patronen mit U40er-Insulin füllen konnte. Dieser Pen ist aber seit Jahren nicht mehr im Vertrieb. Da die jeweils eingestellte IE-Anzeige batteriebetrieben digital angezeigt wurde, wird kaum noch ein Pen davon in Gebrauch sein, da die Batterie nicht austauschbar war.
Mit freundlichem Gruß
Egon Manhold

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