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KOMMENTAR

Eine klare Botschaft

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Die Botschaft einer aktuellen Studie zu HIV-Infizierten in Uganda ist klar: Vor allem Infizierte, deren Immunabwehr bereits deutlich geschwächt ist, profitieren von einer antibakteriellen Behandlung mit Cotrimoxazol.

Denn aufgrund der Therapie sterben weniger Infizierte vorzeitig, und weniger werden etwa wegen Durchfalls oder Malaria so krank, daß sie stationär behandelt werden müssen. Die Ergebnisse bestätigen die Daten von Studien in anderen Ländern Afrikas.

Es ist aus vielerlei Gründen noch lange nicht möglich, die Versorgung HIV-Infizierter in Ländern Afrikas und anderen wenig entwickelten Ländern mit antiretroviralen Medikamenten sicherzustellen. Um so dringlicher ist es zu versuchen, das Immunsystem der Infizierten so zu stärken, daß es in der Lage ist, den Aids-Erreger ohne Unterstützung weitgehend und möglichst lange in Schach zu halten.

Einen wesentlichen Beitrag kann dabei sicher die Therapie gegen opportunistische Infektionen leisten. Zudem ist sie um ein Vielfaches preisgünstiger als die Behandlung mit Medikamenten gegen HIV. Deshalb sollten schon Initiativen in Ländern Afrikas, die sich für eine solche Prophylaxe stark machen, unterstützt werden.

Lesen Sie dazu auch: Antibiotikum stärkt Abwehr HIV-Infizierter

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