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Niedersachsen

Engpass bei Impfstoffen?

Angespannt bleibt die Lage bei den Grippeimpfstoffen: Die Ärztegenossenschaft Niedersachsen-Bremen sieht Kassen in der Pflicht.

Christian BenekerVon Christian Beneker Veröffentlicht:
Grippeimpfung: Um den Nachschub der Impfstoffe ist in Niedersachsen ein Streit entbrannt.

Grippeimpfung: Um den Nachschub der Impfstoffe ist in Niedersachsen ein Streit entbrannt.

© Pfluegl / fotolia.com

HANNOVER/ OLDENBURG. Streit um Impfstoff-Nachschub in Niedersachsen: Nach Umfrage der Ärztegenossenschaft Niedersachsen-Bremen (ägnw) besteht in Niedersachsen bei der Impfstoffversorgung ein Engpass.

Das Ergebnis bei einer landesweiten Befragung von Hausärzten und Gynäkologen zeige erhebliche Befürchtungen, so die ägnw.

Fast 47 Prozent der Praxen gaben an, dass ihnen Impfstoffe fehlen, davon gaben wiederum 61 Prozent der Praxen an, dass sie aktuell Impfstoff bestellt, diesen jedoch nicht erhalten haben.

"Bei 21 Prozent ist die Auslieferung der Vorbestellung auch nicht erfolgt, aber wenigstens angekündigt", hieß es. Zudem gebe es "auch massive Probleme mit der Versorgung von Privatpatienten."

Niedersachsens Kassenverbände reagierten prompt

Die Engpässe in Niedersachsen treten auf, weil "die Firmen GSK und Ratiopharm, die in Niedersachsen exklusiv den Zuschlag für die Lieferung von Grippeimpfstoffen haben, nun auch in andere Bundesländer liefern", hieß es.

Wie berichtet ist es auch in Hamburg und Schleswig-Holstein zu Lieferengpässen gekommen. Die Rabattvertragspolitik setze die Therapiehoheit der Ärzte und die Gesundheit der Menschen aus Spiel, so die ägnw.

Die Kassenverbände in Niedersachsen reagierten prompt. Zwar sei es nur zu vereinzelten Lieferengpässen gekommen, so AOK-Sprecher Carsten Sievers zur "Ärzte Zeitung".

Aber trotzdem bekommen Apotheken und Ärzte "ab sofort die Möglichkeit, auf andere Präparate auszuweichen, sollten die rabattierten Impfstoffe nicht verfügbar sein", hieß es am Freitag.

Im Übrigen verteidigen die Kassen die Rabatt-Praxis bei Vakzinen. Dem Vernehmen nach wären die offiziellen Preise um ein Vielfaches höher als die mit den Herstellern vereinbarten Rabattpreise.

Eine Dosis kostet rund 24 Euro. Laut AOK werden im Land rund 1,1 Millionen Dosen benötigt.

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