Studie mit Mäusen

Entzündungs-Hemmung als Ansatz gegen Hypertonie?

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BERLIN. Salz- oder fettreiche Ernährung aktiviert in Nieren und Gefäßen das Inflammasom NLRP3, berichten Forscher um Dr. Grant R. Drummond von der La Trobe University in Melbourne. Dadurch werde eine Entzündungsreaktion ausgelöst, die die Blutdruckregulation von Nieren und Gefäßen stört, erläutern die Wissenschaftler in einer Mitteilung des Australisch-Neuseeländischen Hochschulverbunds.

Der Befund könnte ein neuer Ansatz für die Entwicklung von Antihypertensiva sein. So ließe sich die Aktivität des Inflammasoms hemmen und so die Hypertonie-auslösende Entzündung reduzieren. Als einen Beleg für ihre These haben die Forscher nun nachgewiesen, dass anti-inflammatorische Medikamente bei Mäusen mit Hypertonie den Blutdruck senken können (Cardiovasc Res 2018; online 24. Oktober). (eb/eis)

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Kommentare
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Rudolf Hege

Seit wann essen Mäuse Salz?

Seit dem berühmten Cholesterin-Versuch des Russen Alexander Ignatovski mit Kaninchen, wissen wir, dass man Kaninchen nicht mit Ei-angereichertem Hirn füttern sollte. Das ist eine wichtige Information - für Kaninchenzüchter. So unter dem Aspekt "artgerechte Ernährung".

Nun lernen wir also, dass der Stoffwechsel von Mäusen nicht gut auf viel Fett und Salz reagiert. Auch das ist eine wichtige Information, falls wir auf die Idee verfallen sollten ein pflanzenfressendes Nagetier mit gesalzenem Käse oder Speck zu füttern (ja, in der Falle funktioniert das. Dabei ist allerdings die verbleibende Lebensspanne des Nagers ohnehin drastisch verkürzt.)

Was allerdings aus diesem Versuch für den Allesfresser Mensch abzuleiten ist, entzieht sich meinem Verständnis. Aber ich bin sicher, die Entwickler der zu erwartenden neuen (und teuren) Antihypertensiva werden hierzu noch eine plausibel klingende Erklärung nachliefern. Tun sie ja immer...


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