Epo aus Humanzellen für Nierenkranke

HEIDELBERG (ner). Für Patienten mit renal bedingter Anämie gibt es ein neues Erythropoetin-Präparat. Epoetin delta (Dynepo®) wird im Unterschied zu bisherigen Erythropoetin-Präparaten mit Hilfe humaner Zelllinien hergestellt.

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Bei chronischer Niereninsuffizienz wird zu wenig körpereigenes Erythropoetin gebildet. Deshalb tritt häufig eine Anämie auf, die nicht nur die Lebensqualität der Patienten verschlechtert, sondern auch die Lebenszeit verkürzt.

In einer Studie wurde das neue Präparat Epoetin delta mit Epoetin alfa bei 752 Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen verglichen. Das neue Präparat erwies sich dabei als ebenso wirksam und verträglich wie das herkömmliche, hieß es auf einer Veranstaltung von Shire in Heidelberg.

In der ersten, doppelblinden Studienphase (24 Wochen) erhielten die Patienten entweder Epoetin delta oder Epoetin alfa. Die Patienten erreichten Hämoglobin-Spiegel von im Schnitt 11,5 g/dl. Dazu war eine Erhaltungsdosis von im Mittel jeweils 63 IU/kg Körpergewicht erforderlich, die in beiden Gruppen dreimal wöchentlich intravenös verabreicht wurden. Häufigste unerwünschte Wirkungen waren Hypotonie und obere Atemwegsinfekte bei etwa jedem vierten Patienten.

In der zweiten, offenen Phase (28 Wochen) erhielten alle Patienten Epoetin delta. Die Laborparameter bleiben in dieser Zeit weiterhin konstant.

Bisherige Erythropoetine werden in genveränderten Hamster-Ovarzellen produziert. Sie synthetisieren die korrekte Aminosäuresequenz des humanen Epo-Proteins. Allerdings wird das Protein wirtszelltypisch glykosyliert, ist also nicht ganz identisch mit humanem Epo. Die Glykosylierung ist wichtig für die Stabilität des Proteins sowie die Rezeptorbindung.

Epoetin delta wird mit der humanen Zelllinie HT-1080 produziert. Damit wird auch eine humanidentische Glykosylierung erreicht.

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