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Erdnussallergie: Desensibilisierung geglückt

NEU-ISENBURG (ikr). Kinder mit Erdnuss-Allergie haben gute Chancen, dieses Nahrungsmittel zumindest in kleinen Mengen zu tolerieren: Eine Desensibilisierung erwies sich in einer Studie als erfolgreiche Maßnahme.

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Lecker, aber allergen: Erdnüsse.

Lecker, aber allergen: Erdnüsse.

© Christian Jung / fotolia.com

In der Studie erhielten 22 Kinder, die bereits auf winzige Mengen von Erdnüssen allergisch reagierten, im Alter von durchschnittlich elf Jahren eine orale Immuntherapie (Clinical & Experimental Allergy online 18. März 2011). Die Kinder verzehrten über acht bis 38 Wochen erdnusshaltige Schokolade.

Dabei wurde der Erdnuss-Anteil in zweiwöchigen Intervallen bis auf 800 mg pro Tag gesteigert. Das entspricht fünf Erdnüssen pro Tag. Diese Dosis wurde über 30 Wochen beibehalten.

19 Kinder (86 Prozent) tolerierten die maximale Aufdosierung und auch die anschließende Erhaltungstherapie. Und zwei weitere Kinder vertrugen immerhin 200 bis 400 mg Protein (zwei bis drei Erdnüsse) pro Tag. Die tolerierte Erdnussmenge wurde um das 1000-fache gesteigert.

Nach dieser Behandlung, die insgesamt gut vertragen wurde, brauchen Kinder und ihre Eltern keine Angst mehr zu haben, aus Versehen erdnusshaltige Nahrungsmittel zu verzehren und dann schwere allergische Reaktionen bis hin zum Schock zu bekommen, so die Forscher.

Auch in einer Berliner Pilotstudie wurde die orale Immuntherapie bei 23 Kindern mit Erdnussallergie bereits erfolgreich getestet (Journal of Allergy and Clinical Immunology 2010; 126: 83). Studienziel war es, 500 mg Erdnuss ohne Beschwerden aufnehmen zu können. Nach sieben Monaten erreichten 60 Prozent der Kinder das angestrebte Ziel.

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